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05. Juli 2004 | Allgemeines

Mit neuen Produkten zu neuen Erfolgen

Teilnehmerrekord bei "Zeitung online 2004" – Ideen für mobile Medien und Rubrikanzeigen – Profitable Internetgeschäfte

Einen neuen Teilnehmerrekord erreichte die "Zeitung online"-Konferenz von BDZV und Ifra in ihrem vierten Jahr – rund 160 Zeitungsfachleute aus Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie aus Tschechien und Kroatien verfolgten die Themen rund um Rubrikanzeigen und mobile Inhalte, die das Programm am 15./16. Juni in Berlin dominierten. "Das Internet verändert die Rahmenbedingungen des Zeitungsmachens", hob Dr. Richard Rebmann, Geschäftsführer des „Schwarzwälder Boten“ in Oberndorf und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Multimedia des BDZV, bei der Konferenzeröffnung hervor: "Die Technologie bietet neue Voraussetzungen, Kundenwünsche zu erfüllen." (Ein Sonderreport zur „Zeitung online 2004“ geht allen über die Landesverbände angeschlossenen Mitgliedsverlagen demnächst zu.)

Ifra CEO Rainer Mittelbach nutzte das Podium für die Bekanntgabe der Entscheidung des international besetzten "Newsplex Directory", auch in Darmstadt zu Schulungszwecken einen Mikro-Prototyp einer integrierten Multimedia-Redaktion der Zukunft zu errichten. "Newsplex" gibt es bislang nur an der University of South Carolina in den USA. Das Darmstädter Projekt ist einzigartig in Europa.

 

Herausforderung mobile Inhalte: Zeit, Ort, persönliche Relevanz

 

Die Technik verändert die Beziehungen zwischen Zeitungen und Kunden. Wie eine neue Zusammenarbeit aussehen könnte, diskutierten die Referenten und die beiden Moderatoren Hans-Joachim Fuhrmann (BDZV) und Harald Ritter (IFRA) auf mehreren Ebenen. Heikki Rautila, Director Concurrent Media bei Nokia, setzte den Rahmen mit seiner Feststellung, dass sich mobile Endgeräte nach Print, Radio, TV, Aufnahmegeräten und Internet zum sechsten Medium entwickelten. Auswahlkriterium für die Nutzung von Inhalten würden immer stärker Zeit, Ort und persönliche Relevanz.

 

Meinolf Ellers, Geschäftsführer der dpa-info.com GmbH, stellte das von der EU geförderte "MINDS"-Projekt vor, das Zeitungsverlagen durch die Definition von Standards und Rahmenverträge das Erstellen mobiler Inhalte erleichtern soll. „Rhein-Zeitung“ (Koblenz) und T-Com präsentierten gemeinsam das neue Produkt "Hear Paper": Ab 28. September kann man sich die „Rhein-Zeitung“ von jedem Telefon aus sprachgesteuert vorlesen lassen.

 

Rubrikenmarkt: Vollautomatische Print-Online-Anzeigen

 

Unter dem Motto "Personalers Traum" stellte Thomas Teetz, Leiter Personalmarketing bei der Deutschen Postbank AG in Bonn, ein Projekt vor, das bei der Zeitung Online-Konferenz im letzten Jahr begonnen und gemeinsam mit der Knowledge Network GmbH in Hamburg und der Online Marketing Services GmbH in Düsseldorf (OMS) fortentwickelt wurde: die vollautomatische Stellenanzeige für Print und Online.

 

Eine nahtlose Schaltmöglichkeit für Zeitungsanzeigen aus der eigenen IT-Infrastruktur heraus hält auch Lars Holborn von der GAGFAH Immobilien Management GmbH in Berlin für interessant. Die GAGFAH ist mit einem Jahresumsatz von 460 Millionen Euro und 85.000 eigenen Mietobjekten an 147 Standorten eines der fünf größten Immobilienunternehmen in Deutschland und nutzt die ganze Palette an Werbemitteln in Print und Online.

 

Online-Print-Kombinationen, die Autohändlern die Schaltung von Anzeigen erleichtern, präsentierten in Berlin "Main-Echo" und ISA GmbH. Während das "Main-Echo"-Portal rein auf den regionalen Markt zielt, betreibt ISA mit "autoanzeigen.de" zusätzlich ein eigenes nationales Autoportal. Der neue Anzeigenstandard "AdsML" der Ifra kann derartige Prozesse unterstützen, wie Harald Löffler ausführte. Auch die Erstellung interaktiver Prospektbeilagen wird mit Hilfe neuer Technik interessant, wie "Smartshop Strategies" demonstrierte.

Eine ganz andere Art von Print-Online Synergien stellte Norbert Specker, CEO der Catchup! Communications AG aus Zürich, in den Mittelpunkt seiner Ausführungen: regionale Zeitungsauktionen, die sowohl dem lokalen Händler vor Ort nützen als für die Besucher der Zeitungs-Websites attraktiv sind. "Mit der lokalen Auktion haben Sie ein Instrument an der Hand, mit dem Sie zusätzliche Werbeeinnahmen generieren", betonte Specker.

 

Inhalte: Mit Qualität und Profil zum Nutzer

 

Nutzer für ein journalistisches Produkt egal auf welcher Plattform zu finden – das geht nur mit geeigneten Inhalten. "Sie müssen Seele in das Produkt bringen", riet "Spiegel Online"-Chefredakteur Matthias Müller von Blumencron den Konferenzteilnehmern. "Der Leser will keine Nachrichten, sondern Analysen und Erklärungen, die allerdings schnell und möglichst gut". Dass nicht nur nationale Nachrichtenportale im Internet erfolgreich sein können, sondern auch kleine Regionalzeitungen, bewies Rob Curley von der "Lawrence Journal World" in Kansas: die Websites der Zeitung (Auflage 20.000 Exemplare) werden mit Preisen überschüttet, sind Markt-führer in ihrer Region und arbeiten profitabel.

 

Multimediale Erfolgsgeschichten regionaler Tageszeitungen präsentierten auch Tore Stangebye, Director bei "Orkla Media" in Norwegen, und Stephan Thurm, Geschäftsführer der "Teleport" GmbH beim Vorarlberger Medienhaus. In Norwegen wurde "Drammens Tidende" zu einem Multimediahaus umgebaut und erreicht mit verschiedenen Medien nun 85 Prozent der Bevölkerung. In Vorarlberg ist das Zeitungsportal "vol.at" ein Massenmedium, das 46 Prozent aller 14- bis 49-Jährigen erreicht. Internetwerbung ist zudem die am stärksten wachsende Einnahmequelle der Multimedia-Gesellschaft des Vorarlberger Medienhauses.

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