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14. Oktober 2004 | Allgemeines

Mit Markt- und Leserforschung zu besseren Produkten

Stiftervereinigung der Presse tagte in Bonn / Zwei neue Mitglieder

Für Verlagsleiter und Chefredakteure sind empirisch fundierte Informationen über ihre Leser heute unerlässlich: Die meisten deutschen Tageszeitungen haben in den vergangenen fünf Jahren Leserbefragungen durchgeführt, um ihr Publikum und dessen Erwartungen an das Medium Tageszeitung besser kennen zu lernen. Dabei kommen auch neue Forschungsmethoden zum Einsatz, wie etwa das in der Schweiz entwickelte Verfahren „ReaderScan“, eine Art moderner Copytest, der dank neuester Technologie die „Lesequote“ für jeden Beitrag bereits am Erscheinungstag zur Verfügung stellt.

„Es kann nicht die Rede davon sein, dass sich die Zeitungen als elitäres Medium über Leserwünsche hinwegsetzen. Vor allem durch die Stärkung der Lokalberichterstattung und die Modernisierung des Layouts haben sich viele Verlage stark an die Bedürfnisse der Leser angepasst“, erklärte Dr. Michaela Maier, Juniorprofessorin an der Universität Koblenz-Landau. In der Mitgliederversammlung der Stiftervereinigung der Presse präsentierte sie erste Ergebnisse der Pilotstudie „Ein Ausweg aus der Krise. Markt- und Leserforschung deutscher Tageszeitungen“, die im Auftrag der Stiftervereinigung und mit Unterstützung von BDZV und ZMG durchgeführt wurde. Allerdings gebe es auch eine Reihe von kleineren Zeitungshäusern, die aus Kostengründen keine eigenen Leseruntersuchungen unternähmen. Diese Verlage könnten versuchen, so die Wissenschaftlerin, mit Hilfe von Kooperation – sei es mit Hochschulen oder anderen Verlagen - Wünsche ihrer Leser zu erforschen.

„Kein Ende der Ära Gutenberg“, lautet die optimistische Prognose des Allensbacher Zeitungsforschers Rüdiger Schulz, der in der Mitgliederversammlung der Stiftervereinigung der Presse über Erkenntnisse aus 50 Jahren Zeitungsforschung berichtete und dabei auch der Frage nachging, ob auf Seiten der Leser Interesse an einer stärker nach individuellen Bedürfnissen zugeschnittenen Zeitung bestehe. „Wir müssen uns verabschieden von der Vorstellung, dass die Tageszeitung als General-Interest-Medium die Wünsche aller Altersgruppen von den 14- bis 75-Jährigen bedient“, erklärte Schulz. Bei Jüngeren bestehe großes Interesse an kompakteren, knapperen Informationen in handlicheren Zeitungsformaten. Die aktuellen Experimente mit kleineren Zeitungsformaten, Kompaktausgaben oder Spezialangeboten seien Belege für die Vitalität und Innovationskraft der Zeitung. Die Leserwünsche der Jüngeren seien teils so speziell, dass die Verlage ernsthaft über die Publikation einer „Juniorzeitung“ für unter-40-Jährige nachdenken sollten, um ihren Printmedien den Lesernachwuchs zu sichern.

 

Als neue Mitglieder in das Kuratorium der Stiftervereinigung der Presse berief die Mitgliederversammlung Professor Margot Berghaus, Universität Mannheim, und Professor Norbert Bolz, Technische Universität Berlin. Kontakt: Inez Bauer, Stiftervereinigung der Presse e.V., Telefon und Fax: 030-69817778.

 

Internet: www.stiftervereinigung.de

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