Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

18. September 2017 | Namen und Nachrichten

Ministerpräsident Kretschmann: Wir brauchen eine kritische und selbstkritische Presse

Verleger begrüßen Aussagen zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk und zur Zeitungszustellung

Zeitungskongress_2017_4937.jpg„Zeitungen sind für unsere Demokratie unverzichtbar, egal ob aus Papier oder als E-Paper.“ Das erklärte der Ministerpräsident Baden-Württembergs, Winfried Kretschmann, in seinem Grußwort bei der Mitgliederversammlung des BDZV in Stuttgart. Die Verlage seien gefordert, in den kommenden Jahren wirtschaftlich tragfähige, digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln. „In der Zwischenzeit müssen wir sehr wachsam sein“, warnte der Ministerpräsident vor der Schattenseite der Digitalisierung. „Wir sollten die eskalierende Wirkung des Netzes genauso ernst nehmen wie Armeen von ‚social bots‘, die Falschnachrichten verbreiten.“ Eines der wichtigsten Gegenmittel sei und bleibe eine unabhängige, kritische und hoffentlich immer auch selbstkritische Presse. „Eine Presse, die für Pressefreiheit und Demokratie kämpft. Ich bin sicher, dass sich eine solche Presse auf Dauer auch im Netz durchsetzen wird.“

Der BDZV begrüßte die klare Haltung Kretschmanns zum ausufernden digitalen Textangebot von ARD und ZDF. „Die Öffentlich-Rechtlichen müssen den Zeitungen die Luft zum Atmen lassen“, erklärte Kretschmann. „Bei einer Erweiterung des Online-Angebots der Öffentlich-Rechtlichen müssen wir über Begrenzungen der Textangebote der Sender reden.“ Ebenso klar äußerte sich der Ministerpräsident unter dem Applaus der Verleger und Geschäftsführer aus den knapp 300 Mitgliedsverlagen des BDZV in der Frage, wie sich die Zustellung der Zeitung bei wirtschaftlich schwierigen Bedingungen für die Verlage betriebswirtschaftlich sinnvoll finanzieren lässt: „Die Zeitungszustellung ist eine haushaltsnahe Dienstleistung“, sagte Kretschmann. „Man liest seine Zeitung doch beim Frühstück und nicht draußen vor der Tür!“

zurück