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16. April 1999 | Ausland

Meinungsfreiheit auf den Philippinen bedroht

Nachdrücklich kritisiert hat der Weltverband der Zeitungen (WAN) eine vom philippinischen Präsidenten Joseph Estrada erhobene Strafanzeige wegen übler Nachrede gegen die "Manila Times". Die Anzeige hatte dazu geführt, daß sich die Verleger entschuldigten und die Redakteure der Zeitung daraufhin unter Protest von ihrem Amt zurücktraten, weil der Fall die Pressefreiheit auf den Philippinen gefährde. Estrada hatte 2,6 Millionen US Dollar Schmerzensgeld von Verlag und Redaktion der Tageszeitung "Manila Times" verlangt, da er in einem Artikel als "Pate" eines ungesetzlichen Deals zwischen einem staatlichen Unternehmen und einer argentinischen Firma bezeichnet worden war. Der Weltverband wies in seinem Schreiben an den philippinischen Präsidenten darauf hin, daß die Presse des Landes bisher den Ruf großer Vielfältigkeit genieße, daß jedoch eine solche Strafanzeige schlimme Folgen für die Pressefreiheit haben könne. Hohe Schadenersatzforderungen an Zeitungen seien, wie der WAN weiter ausführte, eine völlig unangemessene Reaktion auf die angeblich üble Nachrede und eine klare Beschränkung des Rechts auf freie Meinungsäußerung.

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