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26. November 2012 | Allgemeines

"Mehrwertsteuer auf Zeitungen abschaffen"

BDZV-Präsident Helmut Heinen im Gespräch mit der "F.A.Z."

Themen: Tagesschau-App, Medienpolitik

Um langfristig eine vitale Presselandschaft in Deutschland zu erhalten, hat BDZV-Präsident Helmut Heinen eine Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Zeitungen gefordert. Zudem sollten Zeitungsabos wie andere haushaltsnahe Dienstleistungen im Sinne des Einkommenssteuerrechts gelten und damit von der Steuerschuld abziehbar sein. "Wenn man Zeitungen helfen will, ist eine steuerliche Erleichterung besser als Subventionen", sagte Heinen im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am 26. November 2012.

BDZV Helmut HeinenNach der wirtschaftlichen Entwicklung der Verlage gefragt, prognostizierte er trotz anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen "eine Konsolidierung oberhalb des jetzt ziemlich ungünstig verlaufenden Jahres 2012". So würden sich die Anzeigenverluste nicht so massiv fortsetzen wie bisher, außerdem seien die Vertriebserlöse eine starke Säule.

Einmal mehr unterstrich der Verlegerpräsident damit, dass in Deutschland kein Zeitungssterben wie in den USA drohe. Daran änderten auch die Insolvenz der "Frankfurter Rundschau" und die geplante Einstellung der "Financial Times Deutschland" nichts: "Das ist beides sicherlich äußerst bedauerlich. Ich sehe darin keine Bedeutung für das Mediengeschäft insgesamt." Zudem hätten die Einschnitte keine unmittelbaren Folgen für die Branche. "Es zeigt sich aber, dass die Verlagshäuser schärfer darauf achten, defizitäre Titel nicht länger durchzuhalten", sagte Heinen, der Herausgeber der "Kölnischen Rundschau" ist. Dies könne dazu führen, dass über Zusammenarbeit oder Schließung "von problematischen Objekten" nachgedacht werde.

Hinsichtlich der Auseinandersetzung zwischen Verlegern und Intendanten um die Ausgestaltung der Tagesschau-App zeigte sich Heinen verhalten optimistisch: "Es gibt eine Ankündigung der ARD, die strittige App zu modifizieren." Dies werde man genau beobachten. Bereits beim letzten Spitzentreffen am 22. November 2012 wurden weitere Gespräche für das Frühjahr 2013 vereinbart.

Das vollständige Interview finden Sie in der gedruckten "F.A.Z."-Ausgabe vom 26. November 2012 oder unter faz.net.

Ort: Köln

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