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13. Oktober 2010 | Allgemeines

Medientage München: Seehofer spricht sich für Leistungsschutzrecht aus

Mediengipfel diskutiert Umgang mit öffentlich-rechtlichen Sendern

Mit einem klaren Appell für die Schaffung eines Leistungsschutzrechts für journalistischen Inhalt im Internet sind am 13. Oktober 2010 in München die 24. Medientage eröffnet worden.

Medientage 2010 Meidengipfel IBayerns Ministerpräsident Horst Seehofer sprach sich in seiner Eröffnungsrede ebenso dafür aus wie Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG (Berlin), der betonte: es sei nicht nötig, hier auf Europa zu warten. Seehofer wie Döpfner forderten zudem einen Werbeverzicht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland, um einer Wettbewerbsverzerrung entgegenzuwirken.

haaksDarüber hinaus sollten ARD und ZDF auch künftig keine kostenlosen Appsanbieten: Die bei den mobilen Geräten zur Internetnutzung - anders am PC - derzeit bestehende Bezahlkultur sollte in jedem Fall erhalten werden, sagte Döpfner. Es müsse für die Produzenten von Inhalten aus der analogen Welt auch in der digitalen Welt die Möglichkeit geben, markengebundene Inhalte zu refinanzieren, stellte er klar. Wenn dies geregelt sei, gebe es auch für die Printmedien allen Grund zum Zukunftsoptimismus: „Die Zeitung und Zeitschrift der Zukunft sind Smartphones und Tablets“, sagte der Springer-Vorstandschef. Ähnlich hatte er sich bereits vor wenigen Wochen auf dem BDZV-Zeitungskongress in Essen geäußert. VPRT-Präsident Jürgen Doetz forderte in der Auftaktdiskussion der Medientage die Bundesländer auf, „endlich für mehr Gleichgewicht zwischen privatem und öffentlich-rechtlichem TV sorgen“.

Medientage 2010 DöpfnerDeutliche Kritik an den Online-Aktivitäten von ARD und ZDF äußerte auch Detlef Haaks, Geschäftsführer des Süddeutschen Verlags und der „Süddeutschen Zeitung“ (München). Dabei richtete er klare Worte an die Politik, die er aufforderte, strengere Regelungen zum Begriff der Presseähnlichkeit zu definieren und sich kritisch mit den Kosten für die Online-Auftritte der Öffentlich-rechtlichen auseinanderzusetzen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass zukünftig immer mehr Verlage ihren Online-Content nur noch gegen Entgelt anbieten werden, sei „wettbewerbs- und machtverzerrend, dass ARD und ZDF jährlich hunderte von Millionen Euro an Gebührengeldern in ihre Webportale investieren dürften“.

 

Mit Material von dpa, Fotos: Medientage München

Weitere Informationen: www.medientage.de

Ort: München

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