Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

15. November 2001 | Allgemeines

Medienkompetenz der Bürger stärken / Pressefreiheit schützen

Rolf Lautenbach neuer DJV-Bundesvorsitzender / Serbischer Journalist Filipovic geehrt

Der serbische Journalist Miroslav Filipovic ist am 5. November 2001 mit dem neu gestifteten Preis der Pressefreiheit des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) ausgezeichnet worden. Er erhielt die mit 7.500 Euro (14.668 Mark) dotierte Auszeichnung im Rahmen des DJV-Verbandstags.

Der 60-jährige Filipovic wird damit für seine mutige Berichterstattung im Kosovo-Krieg geehrt. Er hatte für ausländische Medien über Kriegsverbrechen serbischer Einheiten berichtet und war deshalb im Juli 2000 vom Regime Slobodan Milosevics wegen Spionage zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Nach dem Wahlsieg der Opposition war Filipovic im Oktober 2000 freigelassen worden.

 

Der Staatsminister für Kultur und Medien, Julian Nida-Rümelin, unterstrich in einer Rede von den rund 500 Gästen des Verbandstags die Bedeutung journalistischer Verantwortung für eine kritische und umfassende Berichterstattung. Der noch amtierende DJV-Präsident Weischenberg warnte vor Tendenzen auch in Deutschland, die Pressefreiheit nach den Terroranschlägen des 11. September „im Interesse des Staatsschutzes“ einzuschränken. Die schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis hatte bereits anlässlich der Eröffnung der Veranstaltung gefordert, die Medienkompetenz der Bürger zu stärken, weil dies automatisch zu mehr Qualität in der Berichterstattung führen werde.

 

Zum neuen Bundesvorsitzenden des DJV wurde am darauffolgenden Tag Rolf Lautenbach gewählt. Die rund 300 Delegierten der Journalistenorganisation stimmten am 6. November 2001 mit großer Mehrheit für den Betriebsratsvorsitzenden der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ) in Essen. Lautenbach folgt dem Journalistik-Professor Siegfried Weischenberg nach, der nach zwei Amtszeiten nicht wieder kandidiert hatte. Anlässlich des Verbandstags kündigte der neue DJV-Chef an, die bereits im Jahr 2000 begonnene Qualitätsoffensive der Journalistenorganisation fortsetzen zu wollen.

 

Internet: www.djv.de

zurück