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07. Mai 2004 | Namen und Nachrichten

Medienforscher: 30 Prozent durch TV-Nachrichten nicht erreicht

Etwa 30 Prozent der Zuschauer werden von den Hauptnachrichtensendungen im Fernsehen nicht erreicht. Mit dieser These, die auf einer zehn Jahre umfassenden Langzeituntersuchung aller großen TV-Sender beruht, konfrontierte der Jenaer Medienforscher Georg Ruhrmann am 26. April 2004 die Programm-Verantwortlichen bei den 37. Mainzer Tagen der Fernsehkritik. Danach verzichteten insbesondere in Ostdeutschland immer mehr junge Leute nicht nur ganz auf die Nachrichten, sondern machten auch keine Unterschiede mehr zwischen privaten und öffentlichen-rechtlichen Sendern. „Guter Journalismus bedeutet ihnen wenig“, sagte Ruhrmann. Er führt das schwächere Interesse an TV-Nachrichten auch darauf zurück, dass in den neuen Bundesländern viel weniger Zeitung gelesen werden. Generell stellte der Forscher fest, dass sich insbesondere bei RTL, RTL II und auch Sat.1 in den vergangenen Jahren die Tendenz zur Abkehr von politischen Themen und der Hinwendung zu Human Interest und der Orientierung am Sensationellen zugenommen habe. ARD und ZDF (die Mainzer allerdings bei Schwankungen) hätten dagegen einen Politik-Anteil von knapp 70 Prozent (Jahr 2001) gehalten.

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