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10. November 2000 | Namen und Nachrichten

Medienfachleute fordern besseren Schutz von Journalisten

Medienfachleute, Vertreter internationaler Organisationen und Politiker haben einen besseren Schutz von Journalisten in Krisengebieten gefordert. Bisher sei zu wenig getan worden, um die Mörder von Journalisten in Kriegssituationen vor Gericht zu stellen, erklärten sie am 6. November 2000 zum Abschluss eines Runden Tisches in Berlin, zu dem der OSZE-Beauftragte für Medienfreiheit, Freimut Duve, und das Auswärtige Amt eingeladen hatten. "Überall dort, wo Freiheit unterdrückt wird, beginnt es zuerst mit der Unterdrückung der Informationsfreiheit", erklärte Außenminister Joschka Fischer. Angesichts veränderter Konfliktstrukturen müsse es stärkere internationale Bemühungen für den Schutz von Journalisten geben. Die Bundesregierung unterstütze diese Anstrengungen "mit allem Nachdruck". Immer mehr Journalisten fielen innerstaatlichen Konflikten zum Opfer, heißt es in der Abschlusserklärung des Runden Tisches, an dem neben Journalisten und Nichtregierungsorganisationen auch Vertreter der Vereinten Nationen, des Europarates und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) teilnahmen. Auch der wachsende Druck des Medienmarktes, "Nachrichten in Echtzeit zu liefern", bringe Journalisten mehr und mehr in Gefahrenzonen. Die Regierungen sollten sich verstärkt darum bemühen, Verbrechen an Journalisten international zu verfolgen. Diese Frage könne auch "als Teil der laufenden Debatte über den Internationalen Strafgerichtshof erörtert werden". Duve rief die Medienunternehmen auf, eine Stiftung zur Unterstützung journalistischer Opfer von Gewalt zu gründen.

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