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14. Juli 2000 | Allgemeines

Medien dürfen sich nicht zu Gehilfen der Entführer machen

Presserat mahnt zu mehr Vorsicht bei Berichten über Geiselnahmen

Angesichts der Geiselnahmen auf den Philippinen hat der Sprecher des Deutschen Presserats, Robert Schweizer, die Journalisten aufgerufen, bei der Berichterstattung noch vorsichtiger als bisher vorzugehen.

gelte der zuletzt verschleppte "Spiegel"-Reporter Andreas Lorenz als "besonnener Journalist", sagte Schweizer. Lorenz habe selbst auf die "völlige Unberechenbarkeit der Geiselnehmer" hingewiesen. Zuletzt habe er sogar "davor gewarnt, die Geiselnehmer aufzusuchen". Deshalb sei im Moment nicht ersichtlich, wie von der Heimatredaktion noch zusätzlich darauf hätte geachtet werden können, dass sich der Journalist nicht unnötig in Gefahr bringt.

Schweizer, der Mitglied des Vorstands der Burda Media Holding ist, gab zu bedenken, dass die berufsethischen Grundsätze für Journalisten bei Geiselnahmen von den Prinzipien her klar seien, "auch wenn sie vom Deutschen Presserat zunächst auf Geiselnahmen wie die von Gladbeck hin ausgearbeitet worden sind". In einer konkreten Situation könne es jedoch "schwierig sein, diese Grundsätze richtig anzuwenden". Ein solcher Grundsatz sei, dass das Leben und die Gesundheit der Geiseln Vorrang vor dem Informationsanspruch der Öffentlichkeit haben.

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