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07. Oktober 2003 | Namen und Nachrichten

„Max“ erhebt Verfassungsbeschwerde

Nach einer Durchsuchung bei der Illustrierten „Max“ aufgrund ihrer Berichterstattung über die Leichenschau „Körperwelten“ hat der Verlag eine Verfassungsbeschwerde angekündigt. „Wir lassen uns das nicht gefallen. Die Pressefreiheit hat durch diese völlig unverhältnismäßige Aktion der Münchner Justiz schweren Schaden genommen“, erklärte der Chefredakteur der in der Hamburger Verlagsgruppe Milchstraße erscheinenden Zeitschrift, Christian Krug, am 22. September 2003. „Max“ hatte in der Ausgabe vom 13. Februar 2003 über die „Körperwelten“-Ausstellung in München berichtet. Die dabei veröffentlichten Fotos zeigten unter anderem ein Plastinat in kniender Haltung vor der Münchner Feldherrenhalle und einen Basketball-Spieler vor dem Haus der Kunst. In der nächtlichen Foto-Session mit den Plastinaten in der Münchner Innenstadt sah das dortige Landgericht eine strafbare „Störung der Totenruhe“ und ordnete die Durchsuchung der Redaktion im April an, um Aufschluss darüber zu gewinnen, wer das Foto-Shooting angeordnet hatte. „Für solche Aktionen liegt sicher keine Einwilligung der verstorbenen Personen vor“, betonte damals der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

 

Internet: www.max.de

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