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22. April 2005 | Ausland

Marokko: Hohe Strafe für Ali Lmrabet

Der marokkanische Journalist Ali Lmrabet ist am 12 April 2005 zu zehn Jahren Berufsverbot und einer Geldstrafe in Höhe von 4.500 Euro wegen Verleumdung verurteilt worden. Wie die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RoG) mitteilt, sei in Marokko nie zuvor jemand für ein derartiges Delikt so massiv bestraft worden. Es sei offensichtlich, dass die marokkanischen Behörden den Journalisten, der erst kürzlich die Genehmigung für eine neue Zeitung erhalten habe, zum Schweigen bringen wollten. Das Urteil gebe Anlass zu großer Sorge über die Zukunft der marokkanischen Medien, sagte RoG weiter, denn es sei ein Präzedenzfall mit möglichen gefährlichen Konsequenzen für die Journalisten im Land. Lmrabet hatte im Januar 2005 gegenüber der regionalen Wochenzeitung „Al-Moustakil“ die Sahauris als Flüchtlinge nach UN-Kriterien bezeichnet. Hintergrund ist die Forderung der Sahauris nach einem eigenen Staat in ihrem von Marokko besetzen Heimatland Westsahara. Ali Lmrabet war bereits im Mai 2003 wegen Majestätsbeleidigung zu vier Jahren Haft verurteilt worden, nach acht Monaten jedoch von König Mohammed VI. begnadigt worden. RoG hatte den Journalisten im Dezember 2004 mit dem Menschenrechtspreis der Organisation ausgezeichnet. Kontakt: RoG, Katrin Evers, Telefon 030/6158585, E-Mail presse@reporter-ohne-grenzen.de.

 

Internet: www.reporter-ohne-grenzen.de

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