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17. November 2006 | Digitales

Markt.de will weiter expandieren

Online-Rubrikenportal startete vor einem Jahr

Gerade ein Jahr ist es her, als das Anzeigen- und Gemeinschaftsportal der ISA mit dem Namen „markt.de“ im September 2005 an den Start ging. Betreiber der Online-Plattform sind 44 Zeitungsverlage der Verlagsgruppen Georg von Holtzbrinck („Die Zeit“, „Handelsblatt“, „Tagesspiegel“), Dr. Ippen („Münchner Merkur“, „tz“) und WAZ Mediengruppe, die ihre Kleinanzeigen in dem Portal bündeln. So konnten gleich zum Start im vergangenen Herbst 800.000 Offerten ins Netz gehoben werden. Heute stehen über 1,7 Millionen aktiver Annoncen online. Jeden Monat wächst das Anzeigenangebot um 15 Prozent. Zwei Millionen Nutzer generieren 50 Millionen Seitenabrufe pro Monat. „markt.de hat das Craigslist-Modell auf den deutschen Internet-Markt übertragen“, beschreibt Klaus Abele, Geschäftsführer der ISA, die Trend-Setter-Rolle von markt.de.

Wie bei Craigslist ist die Veröffentlichung von Kleinanzeigen bei markt.de bisher kostenlos. Eine Ausnahme bilden die Immobilien-Anzeigen, die in Kooperation mit immowelt für 14,90 Euro für vier Wochen platziert werden können. Da die Anzei­genmärkte noch weiter ins Internet verlagert wer­den, steige auch die Bereitschaft der Nutzer, für das Einstellen von Anzeigen zu bezahlen, erklärt markt.de-Geschäftsführer Sang-Woo Pai. „Wir spüren eine zunehmende Zahlungsbereitschaft und die wollen wir abschöpfen.“ Frühestens 2007 werde man prüfen, ob das Schalten in weiteren Rubrikenmärkten wie Jobs oder Fahrzeuge kos­tenpflichtig wird. „Wir müssen zunächst ein hochwertiges Marktumfeld schaffen, bevor wir den Schalter umlegen.“ Eine zweite Säule stellt die Einblendung von Pay-per-Click-Anzeigen von Miva dar. Nach Eingabe eines Suchbegriffs wer­den bis zu drei Fließtext-Anzeigen eingeblendet. Die dritte Erlössäule will Pai durch Konvergenz zwischen Print und Online aufbauen. Angedacht sind Online-Print-Verlängerungen wie beispiels­weise Reprints. Ziel sei es, „das Beste aus bei­den Welten zu verbinden.“

Aufgrund der Gesellschafterstruktur besteht eine vergleichsweise enge Verknüpfung mit regi­onalen Tageszeitungen. Es gibt zahlreiche An­sprechpartner in den Verlagen. „Wir schöpfen hier sehr viele Synergien mit der ISA und den Schwesterportalen ab“, erklärt Pai. Das horizon­tale Anzeigenportal markt.de und die vertikalen Rubrikenmärkte der ISA-Portale „befruchten sich gegenseitig.“ Insbesondere bei den technischen Entwicklungskosten „profitiert das Portal davon, was in der ISA-Familie vorangetrieben wird“. Da­durch, dass die Plattform selber weiterentwickelt wird, „können wir das Timing für neue Features wie mobile Anwendungen oder Blogs selber bestimmen und sind nicht auf externe Dienstleister oder Software angewiesen“.

Seit dem Launch hat markt.de neben vielen Verbesserungen des technischen Handlings vor allem sein inhaltliches Angebot stetig erweitert. So kooperieren die Münchener inzwischen mit anderen hochwertigen Angeboten wie My-ham­mer.de, Das Örtliche, immowelt, Bundesagentur für Arbeit (BA) und der „Ein Herz für Tiere“-Gruppe, deren Anzeigen sich auch auf markt.de finden. Um mehr User auf die Seite zu führen, kooperiert markt.de zudem mit reichweitenstar­ken Plattformen wie zum Beispiel stern.de, Zeit.de, Lycos.de und meinestadt.de.

„Die Entwicklung des letzten Jahres bestätigt uns auf unserem Kurs“, resümiert Pai. „Auch ein regionales Suchportal muss nationale Reichweite anstreben, um sich als Marke etablieren zu kön­nen. Seit dem Launch des Anzeigen-Portals stel­len User aus über 90 deutschen Städten und Regionen auf markt.de ihre Anzeigen online und diskutieren in den Foren. "markt.de“ habe schon nach einem Jahr bewiesen, dass „verlorener Bo­den wieder gut gemacht worden ist“, wie bei­spielsweise im Tiermarkt, den vielfältigen Se­cond-Hand-Bereich, Dienstleistungen und dem Kontaktbereich. In diesen Bereichen „bindet markt.de neue Zielgruppen und gewinnt Abwan­derer zurück", erläutert Sang-Woo Pai.

Aber die markt.de-Macher geben sich mit dem Erreichten nicht zufrieden. Zu den Plänen zählt die Integration einer neuartigen Suchmaschine, mit der das lokale Auffinden der Angebote weiter verfeinert wird. Ein neuer Community-Bereich mit weiteren Foren, Chats, Blogs, Spielen und Unter­haltungsangeboten ist außerdem geplant. Über­dies wird es den markt.de-Usern künftig möglich sein, die Plattform individuell zu personalisieren, mobile Nachrichten zu erhalten und einen News­letter zu abonnieren. Weiterhin plant markt.de die Einbindung einer Online-to-Print-Funktionalität. Damit können Inserenten auf markt.de ihre On­line-Anzeige bequem über einen Link in ihrer regionalen Tageszeigung schalten. Das ist ein besonderer crossmedialer Mehrwert, den markt.de als Initiative von Tageszeitungsverlagen bieten kann.

2007 steht ganz im Zeichen der Expansion. Die Marktführerschaft soll ausgebaut werden. Dabei verfolgt man eine Bottom-Up-Strategie, indem von unten nach und nach „Städte und Gemeinden aktiviert werden.“ Im Herbst startet eine größere Marketing-Kampagne, bei der verstärkt die Me­dien der beteiligten Verlage genutzt werden sol­len. Ziel ist es, die Marke stärker zu emotionali­sieren. Vorteile habe der Name markt.de da­durch, dass er einfach zu merken und in ver­schiedenste Dimensionen skalierbar sei: „Wir können Markt für alles werden!“ 2008 möchte Pai dann „den Break Even ins Visier nehmen“.

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