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14. Juni 2001 | Allgemeines

Lufthansa-Chef: Kein Zusammenhang zwischen Berichterstattung und dem Abonnement von Zeitungen

"SZ" startet Anzeigenaktion: "Nicht jeder, der fliegt, muss auf die ‚Süddeutsche' verzichten"

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa, Jürgen Weber, hat in einem Schreiben an BDZV-Präsident Helmut Heinen versichert, dass sein Unternehmen keine Politik betreibe, die wirtschaftlichen Druck als Mittel der Kommentierung oder gar der Beeinflussung journalistischer Arbeit einsetze.

"Grundsätzlich gibt es keinerlei Zusammenhang zwischen der Berichterstattung und dem Abonnement von Zeitungen", so Weber. Über die Veränderung der Abonnementbeziehung, die unter Kriterien der Medienvielfalt und der regionalen Nachfrage getroffen werde, sei Mitte März entschieden worden. Der erste Warnstreik der Piloten habe am 28. März stattgefunden, also zwei Tage nach Inkrafttreten des neuen Flugplans, "zu dem die veränderte Bordbeladung wirksam wurde". Tatsache ist allerdings auch, dass die "Süddeutsche Zeitung" bereits im Februar über den sich anbahnenden Konflikt zwischen Piloten und Unternehmensleitung berichtet hatte, wie die Agentur epd feststellte.

BDZV-Präsident Helmut Heinen hatte dem Lufthansa-Chef in einem Brief mitgeteilt, dass es unverständlich und bedenklich sei, wenn ein Unternehmen wirtschaftlichen Druck als Mittel der Kommentierung journalistischer Arbeit einsetze (siehe Intern 15/2001 vom 6. Juni 2001).

Im Konflikt mit der Lufthansa hat die "Süddeutsche Zeitung" jetzt mit einer Anzeigenaktion reagiert. In lockerer Folge wird die Zeitung Eigenanzeigen veröffentlichen, mit der sie ihre Leser darüber informieren will, dass die Zeitung nicht für den Wegfall aus dem Lufthansa-Kontingent verantwortlich ist. Auf einem der Anzeigenmotive ist eine Fliege zu sehen. Daneben der Text: "Nicht jeder, der fliegt, muss auf die ‚Süddeutsche' verzichten".

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