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17. Mai 2005 | Allgemeines

Lokalzeitungen wollen mehr Anzeigen von der Bundesregierung

Jahreskongress in Berlin / Minister Clement verteidigt Pressefusionsgesetz gegen Kritik

Die deutschen Lokalzeitungen wollen ein Stück vom Werbekuchen der Bundesregierung: Rund 90 deutsche Zeitungsverlage forderten am 11. Mai 2005 von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement, die Regierung solle bei ihren Werbekampagnen auch Anzeigen in kleineren Blättern schalten. Anlässlich des Jahreskongresses des Verbands Deutscher Lokalzeitungen sprachen sich die Verleger zudem dafür aus, Kooperationen von kleinen und mittleren Verlagen zu erleichtern.

Die Vorsitzende des Verbands, Inken Boyens, hielt Clement vor, bei den Werbekampagnen für die Hartz IV-Reform seien die kleinen Zeitungen kaum berücksichtigt worden, obwohl viele Betroffene diese läsen. „Die Lokalzeitungen profitieren kaum von diesen mit Steuergeldern finanzierten Kampagnen“, sagte Boyens. Clement erwiderte, dass dies Aufgabe des Bundespresseamts sei, er werde mit dem Regierungssprecher reden. „Ich werde Bela Anda bitten, sich mit Ihnen auseinander zu setzen.

 

Weiter hat Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement die Änderung des Pressefusionsgesetzes verteidigt. Ziel sei der Erhalt der „einmaligen Vielfalt der deutschen Zeitungslandschaft“. Sein Anliegen sei es, die Selbstständigkeit der Zeitungsverlage durch Stärkung ihrer wirtschaftlichen Basis zu erhalten. „Diese garantiert am besten eine strukturell gesicherte Eigenständigkeit der Redaktionen. Und sie macht die Zeitungen fit für den Wettbewerb untereinander und mit anderen Medien“, so der Minister. Sollten Geist und Essenz des vom Bundestag beschlossenen Vorschlags in dem vom Vermittlungsausschuss zu erarbeitenden Konzept nicht enthalten sein, sollte man auf eine Neuregelung ganz verzichten.

 

Der Verband Deutscher Lokalzeitungen seinerseits sprach sich gegen eine Lösung aus, mit der Großverlage kleine Zeitungshäuser leichter übernehmen könnten. Stattdessen sollten mittelständische Verlage mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten mit anderen kleinen Häusern in Vertrieb und Anzeigengeschäft kooperieren, ihre getrennten Redaktionen jedoch erhalten können.

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