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03. November 2005 | Namen und Nachrichten

Liste der Pressefreiheit

Nordkorea ist nach Angaben der Menschen­rechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) Schlusslicht bei der Wahrung der Presse­freiheit. Die Medien könnten lediglich die Staats­propaganda wiedergeben, abweichende Meinun­gen würden hart bestraft, heißt es in dem am 19. Oktober 2005 in Berlin veröffentlichten Bericht zur Lage der Pressefreiheit weltweit. Turkmenistan und Eritrea stehen zusammen mit Nordkorea am Ende der Rangliste von 167 untersuchten Staa­ten. In Ost- und Zentralasien sowie im Nahen Osten sei es am schwierigsten, unabhängig zu berichten. In Myanmar, China, Vietnam, Usbe­kistan, Afghanistan, dem Irak, Syrien und dem Iran verhinderten repressive Regierungen oder gewalttätige Übergriffe bewaffneter Gruppen oft­mals eine freie Berichterstattung. Verbessert habe sich die Lage in Afrika und Lateinamerika, darunter in Benin, Namibia, Kap Verden, Mali, El Salvador, Costa Rica und Bolivien. Mehrere west­liche Demokratien mussten einige Ränge im Ver­gleich zum Vorjahr einbüßen: So fielen die USA von Platz 23 auf 44 zurück. Frankreich stieg von Rang 19 auf Platz 30 ab, Deutschland von Platz elf auf Platz 18. Kritisiert wurden hier unter ande­rem die sächsischen Behörden wegen der Aus­forschung eines Journalisten sowie Redaktions­durchsuchungen. An der Spitze der Rangliste stehen wie schon im vergangenen Jahr nordeu­ropäische Länder (Dänemark, Finnland, Irland, Island, Norwegen, Niederlande). Für den Bericht hatte ROG 50 Fragen zur Lage der Pressefreiheit in den jeweiligen Ländern an Korrespondenten, Journalisten, Juristen und Menschenrechtler ge­stellt.

Die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RoG) ist zusammen mit der kubani­schen Vereinigung „Frauen in Weiß“ und der nigerianischen Anwältin Hauwa Ibrahim mit dem diesjährigen Sacharow-Preis für Menschenrechte gewürdigt worden. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und widmen sie den derzeit 110 weltweit inhaftierten Journalistinnen und Journalisten“, sagte dazu RoG-Generalsekretär Robert Ménard am 27. Oktober 2005 in Paris. Der Preis ermutige die Organisation in ihrem täglichen Kampf für die Meinungs- und Pressefreiheit welt­weit. Ménard dankte den Europaparlamentariern für ihre Unterstützung sowie den Korresponden­ten, ohne deren Hilfe RoG nicht so wirksam auf die täglichen Verletzungen der Pressefreiheit in aller Welt aufmerksam machen könne. Der nach dem verstorbenen russischen Dissidenten und Physiker Andre Sacharow benannte Preis wird vom Europaparlament in Straßburg seit 1988 an Persönlichkeiten oder Organisationen verliehen, die sich auf vorbildliche Weise für Menschen­rechte und Demokratie einsetzen. Er ist mit 50.000 Euro dotiert.

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