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13. Januar 2003 | Allgemeines

Leserbrief-Aussage ins Gegenteil verkehrt

Presserat rügt „Süddeutsche Zeitung“ und „Bild“

Der Deutsche Presserat hat anlässlich seiner letzten Sitzung im Dezember 2002 in Bonn zwei öffentliche Rügen für die „Bild“-Zeitung und eine für die „Süddeutsche Zeitung“ (München) ausgesprochen.

Die „Süddeutsche“ wurde gerügt, weil sie einen Leserbrief so kürzte, dass seine Aussage ins Gegenteil verkehrt wurde. Wie der Beschwerdeausschuss des Selbstkontrollorgans der Printmedien in diesem Zusammenhang mitteilte, dürfen namentlich bekannte Zuschriften nur mit Einverständnis des Verfassers geändert werden. Eine „sinnwahrende Kürzung“ ist laut Pressekodex allerdings erlaubt, wenn die Rubrik Leserzuschriften einen entsprechenden Hinweis enthält.

 

Die „Bild“-Zeitung wurde zweimal wegen Verstoßes gegen die Persönlichkeitsrechte gerügt (Ziffer 8 des Pressekodex). Einmal hatte sie über den Suizid eines Ingenieurs die gebotene Zurückhaltung vermissen lassen. Der Artikel enthielt Angaben wie den Vornamen, den abgekürzten Nachnamen sowie Alter und Arbeitsstätte des Toten. Im zweiten Fall hatte die Zeitung in einem Artikel über die Ermordung eines Kindes den nach Feststellung des Presserats vermutlich schuldunfähigen Verdächtigen mit Foto, Vornamen und abgekürztem Nachnamen identifizierbar gemacht. Zudem wurde der Mann als „Killer“ und „Schwein“ bezeichnet. Anlässlich der sechsten Sitzung sprach der Presserat neben den drei öffentlichen Rügen drei Missbilligungen und vier Hinweise aus; zehn Beschwerden wurden als unbegründet abgelehnt.

 

Internet: www.presserat.de

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