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03. April 1997 | Allgemeines

Leseförderung, Umweltbildung und innerdeutscher Dialog

Neue Dimension des Projekts "Zeitung in der Schule" mit der "F.A.Z."

"Jugend und Umwelt - Partnerschulen im Dialog" ist eine Weiterentwicklung des seit 18 Jahren laufenden Projekts "Zeitung in der Schule", die am 25. März in Wernigerode vorgestellt wurde.

Bis zum Jahr 2000 sollen jeweils 25 noch auszuwählende Gymnasien aus den alten und neuen Bundesländern in Partnerschaften an verschiedenen Umweltthemen arbeiten. Die ökologische Zusammenarbeit zwischen Ost und West soll dem gegenseitigen Kennenlernen und besseren Verständnis unter der jungen Generation in Deutschland dienen. Dies haben die Organisatoren und Förderer des Projektes - die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und das IZOP-Institut aus Aachen - bekanntgegeben. In den kommenden Wochen können sich Gymnasien für eine Teilnahme an dem Vorhaben bewerben.

Rolf Wernstedt, niedersächsischer Kultusminister und Präsident der Kultusministerkonferenz, verwies in seinem Grußwort auf die seit 1979 bewährte Tradition von "Zeitung in der Schule" und würdigte vor allem die vorgesehenen Partnerschaften zwischen den Schulen aus den alten und den neuen Bundesländern als wertvollen neuen Impuls für "dieses bis jetzt beispiellose umwelt- wie medienpädagogische Projekt". So könne der alarmierenden Entwicklung entgegengewirkt werden, daß nur noch zehn Prozent der Schulen in den neuen Ländern Partnerschulen im Westen Deutschlands hätten, während es zwischen 1990 und 1993 noch 70 Prozent gewesen seien.

Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU, wies darauf hin, daß hier die Möglichkeit geboten werde, Schülern ihre natürliche Umwelt näherzubringen. Umweltbildung sei eine Voraussetzung für eine nachhaltige Verbesserung der ökologischen Gesamtsituation auf der Welt. Darüber hinaus könnte rund eine Million Zeitungsleser regelmäßig Informationen zu aktuellen Umweltfragen erhalten. Durch die gemeinsame Umweltarbeit könnten die Schüler aus Ost und West das Leben der jeweils anderen Seite unmittelbar erleben. Insgesamt sollen etwa 4000 Schülerinnen und Schüler mitwirken. Die Kosten des Projekts von 6,6 Millionen Mark werde zur Hälfte die DBU tragen, sagte Brickwedde.

Walter Hirche, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, sagte, daß nach mehr als sechs Jahren deutscher Einheit die Kenntnisse im Osten und Westen des Landes über die jeweils andere Seite noch immer zu gering seien. Nur gemeinsames Handeln schaffe Verbindungen und Vertrauen. "Beides brauchen wir, um die innere Einheit zu festigen und uns gemeinsam stark zu machen für die Herausforderungen, vor denen wir in den kommenden Jahren stehen."

Jürgen Jeske, Mitherausgeber der "F.A.Z.", wies bei der Vorstellung des neuen Projektes in Wernigerode darauf hin, daß Bundespräsident Roman Herzog im November vergangenen Jahres zu einer neuen Offensive der persönlichen Begegnung aufgerufen hat. Wer die Vorbehalte zwischen Ost und West, die Ängste und das Unverständnis wahrgenommen habe, der müsse mit Nachdruck die Initiative des Bundespräsidenten unterstützen. "Unser Projekt ist eine solche geforderte Offensive der Begegnung", sagte Jeske. Die "F.A.Z." will die Beiträge der Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer Initiative "Jugend und Umwelt" auf ihren Seiten veröffentlichen.

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