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13. Januar 2003 | Namen und Nachrichten

Leseförderung als nationale Aufgabe begreifen

Eine gemeinsame Kraftanstrengung von Staat, Wirtschaft und Eltern zur Leseförderung hat die Stiftung Lesen in Mainz für das neue Jahr gefordert. „Wir brauchen eine Reform in den Köpfen“, sagte der Geschäftsführer der Organisation, Heinrich Kreibich, anlässlich eines Gesprächs mit der Deutschen Presse-Agentur am 2. Januar 2003. „Wenn nichts passiert, laufen wir ungebremst auf den nächste PISA-Schock zu. Schließlich muss das Verhalten einer ganzen Generation geändert werden.“ Bei der Bildungsvergleichsstudie PISA hatte Deutschland von 31 Ländern je nach Lernfeld die Plätze 21 bis 25 belegt. „Die Eltern haben den Schlüssel in der Hand“, betonte Kreibich und verwies darauf, dass jede vierte Familie Probleme mit der Medienerziehung habe. Die Reform müsse in den Köpfen der Eltern anfangen, denn die Leselust werde im Kindergartenalter geweckt, in der Schule sei es oft schon zu spät. Der Geschäftsführer plädiert für „Vorlesen und Geschichten erzählen“. Allein die Kindergärten bräuchten jedes Jahr 40 bis 50 Millionen Euro für die Medienerziehung. „Im Durchschnitt gibt es nicht einmal ein Buch pro Kindergartenkind“, bedauerte Kreibich und warf der Bundesregierung vor, sie bleibe weitgehend untätig. „Für uns ist die Zurückhaltung völlig unverständlich. Man muss Leseförderung mehr als bisher als nationale Aufgabe begreifen.“

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