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09. April 2001 | Allgemeines

Legal, digital ... und schnell

Elektronische Pressespiegel: Gemeinsames Angebot von Verlagen und Verbänden ist seit April verfügbar

"Legal, digital ... und schnell" können sich Unternehmen, Behörden und Verbände seit dem 2. April 2001 einen elektronischen Pressespiegel aus einem breiten Angebot von Printmedien zusammenstellen lassen. Diesen Service offeriert ab sofort die PMG Presse-Monitor Deutschland GmbH & Co. KG in Berlin, die im vergangenen Jahr von deutschen Verlagshäusern gegründet wurde.

Anlässlich der öffentlichen Präsentation der neuen Gesellschaft bezeichnete Georg Wallraf, Vorsitzender der PMG-Gesellschafterversammlung und Justiziar der Handelsblatt-Gruppe in Düsseldorf, das Ereignis als "Urknall" für die Branche. Bereits 1998 sei die Idee dazu geboren worden, die Interessen der Zeitungsverlage beim Geschäft mit Pressespiegeln zu bündeln und die damit verbundene rechtliche Problematik zu lösen. Hier eine Kooperation zu schaffen, sei jedoch gar nicht so einfach gewesen, da es sich ja gleichzeitig um Wettbewerber im Markt handele. Mit der Gründung der PMG lösten die Zeitungsverlage nun ein Versprechen an Politik und Wirtschaft ein, ein "adäquates Angebot" an Informationen auf rechtlich abgesicherter Basis zu liefern. Für die Branche bedeute dies gleichzeitig die Sicherung des Kerngeschäfts.

Axel Springer Verlag, Burda, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Gruner + Jahr, Spiegel-Verlag, Süddeutscher Verlag, Verlagsgruppe Handelsblatt sowie BDZV und Verband Deutscher Zeitschriftenverleger halten zusammen 89,5 Prozent der Gesellschafteranteile; der Rest ist für weitere Beitrittsinteressenten reserviert. Aus den Publikationen dieser Verlage (bislang 27 Zeitungen sowie 29 Zeitschriften und Wochenzeitungen, denen weitere folgen sollen) sucht die PMG diejenigen Artikel heraus, die der registrierte Nutzer über sein spezielles Suchprofil gern herausgefiltert sähe. Die Texte werden am Erscheinungstag von 7:00 Uhr an elektronisch zur Verfügung gestellt. Dabei hängen die Preise für das Herunterladen eines Artikels von der Größe der Lesergruppe und den vertraglichen Vereinbarungen zwischen Verlag und Verwertungsgesellschaft ab. Der Grundpreis variiert zwischen drei und sechs Mark pro Artikel.

PMG-Geschäftsführer Michael Diesing zeigte sich anlässlich der Einweihung seiner Organisation überzeugt, dass dieser Service für die Unternehmen schneller, effektiver und kostengünstiger sei, als mit eigenen Kräften jeden Morgen einen Pressespiegel zu erstellen. Künftig solle auch die internationale Presse, regionale und lokale Zeitungen, Fachzeitschriften sowie Online-Ausgaben erfasst werden.

Diesing zufolge hat die PMG bereits zehn Millionen Mark in den Aufbau des Systems investiert. Bisher nutzen 30 Unternehmen und der Bundesverband der Deutschen Industrie eine Testversion; im laufenden Jahr sollen 200 Kunden gewonnen werden. Von jedem verwendeten Artikel fließen 60 Prozent der Umsätze an den Verlag, 40 Prozent bleiben bei der PMG. Binnen drei Jahren soll die Verwertungsgesellschaft schwarze Zahlen schreiben.

Im Internet: www.pressemonitor.de

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