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29. Oktober 2010 | Allgemeines

Lammert: „Zeitungen sind systemrelevant“

Bundestagspräsident will mehr junge Leser

Welch hohe Bedeutung Zeitungen auch in einer sich technologisch rasant weiterentwickelnden Welt haben, hat Bundestagspräsident Professor Norbert Lammert in seinem Festvortrag am ersten Kongresstag unterstrichen. Zeitungen seien, so Lammert, für ein demokratisches Zusammenleben genauso wichtig wie Banken für ein modernes Wirtschaftssystem.

„Sie sind systemrelevant und ein Aussterben der Zeitungen hätte fatale Folgen für unsere de­mokratische Ordnung“, so Lammert. Denn vor allem Zeitungen seien es, die den Leser mit schwierigen politischen und wirtschaftlichen Themen konfrontierten. „Vom Internet erwarten die Nutzer Antworten auf ihre gezielt gestellten Fragen zu erhalten. Von den Zeitungen erwarten sie hingegen tagtäglich ein großes Informations­angebot, aus dem sie sich bedienen können“, erläuterte der Bundestagspräsident. Dieser artiku­lierte Vertrauensvorsprung des Qualitätsmediums Zeitung spiegele sich auch darin wider, dass auch die junge Generation Zeitung als das Me­dium mit der höchsten Glaubwürdigkeit bei widersprüchlichen Themen ansähen. Laut JIM-Stu­die 2008 würden 44 Prozent bei den Zwölf- bis 19-Jährigen bei unübersichtlicher Themenlage zuerst die Zeitungen zurate ziehen, 31 Prozent das Fernse­hen und nur zwölf Prozent das Internet. „Dies zeigt deutlich, das Internet und die Zeitungen haben grundverschiedene Aufgaben“, fuhr Lam­mert fort. Das Netz würde vor allem als Lexikon genutzt und die Zeitungen als analysierendes Medium. Ziel müsse es sein, so Lammert, wieder mehr Jugendliche von dieser einordnenden Funktion zu begeistern.

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