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14. Juni 2001 | Namen und Nachrichten

Kündigung für Peter Boenisch

Der Vorstandsvorsitzende des Axel Springer Verlages, August A. Fischer, hat den Autoren- und Beratungsvertrag mit Peter Boenisch beendet. Im Anschluss an sein Aufsichtsratsmandat hatte der Verlag mit Peter Boenisch im April 2001 einen langfristigen Vertrag abgeschlossen, der eine publizistische Beratung des Vorstandsvorsitzenden sowie exklusive Autorentätigkeit umfasst. "Zentraler Bestandteil dieses Vertrages ist, dass Veröffentlichungen in anderen Printmedien nur mit ausdrücklicher vorheriger Zustimmung erfolgen dürfen", heißt es in einer Mitteilung des Springer-Verlags.

Für einen Beitrag in der "Süddeutschen Zeitung" am 29. Mai 2001 sei diese Zustimmung nicht eingeholt worden. Darüber hinaus habe Peter Boenisch den Verlag auch nicht über seine publizistische Aktivität informiert. Dieser "wesentliche Verstoß gegen seine Pflichten bereits zu Beginn seiner Beratertätigkeit zerstört das Vertrauen und ist Anlass für die Beendigung des Vertrages", teilte der Verlag mit. Der Beitrag von Peter Boenisch kommentierte den Streit um die Reduzierung von Bordexemplaren der "Süddeutschen Zeitung" durch die Lufthansa. Boenisch klagte diesen Vorfall als Verstoß gegen Pressefreiheit und Missbrauch von Machtstellung an. "Nicht der Inhalt des Beitrages ist Grund der Kündigung, sondern der dadurch vollzogene Vertragsbruch", erklärte August A. Fischer und ergänzte: "Ich muss einem Berater hundertprozentig vertrauen können. Meinungs- und Pressefreiheit sind das Fundament der publizistischen Tätigkeit des Axel Springer Verlages." Dies belege eindrücklich der Beitrag von Stephan Ruß-Mohl in der "Berliner Morgenpost" vom 6. Juni 2001 zu diesem Thema.

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