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05. Oktober 2000 | Allgemeines

"Kritischer Spiegel und Anwalt der Bürger"

Ministerpräsident Roland Koch und BDZV-Präsident Helmut Heinen beim 275-jährigen Jubiläum des "Hanauer Anzeigers"

Die Gesellschaft braucht nach wie vor seriöse Vermittler. Insbesondere die Lokalzeitung kann in ihren Informationen und ihrem Service durch die elektronischen Medien nicht ersetzt werden, vielmehr halte sie allen Akteuren auf der lokalen und regionalen Bühnen den kritischen Spiegel vor und sei Anwalt der Bürger. Das erklärte der hessische Ministerpräsident Roland Koch anlässlich des 275-jährigen Jubiläums des "Hanauer Anzeigers", der erstmals am 27. September 1725 - damals noch als "Hanauer Wochenblatt" - erschienen war.

Mit dem Verhältnis der Tageszeitung zum Internet beschäftigte sich auch BDZV-Präsident Helmut Heinen, der die Glückwünsche der deutschen Zeitungsverleger überbrachte. Für die Zeitungshäuser stelle das Internet einen neuen Vertriebsweg für die Zeitungsinhalte dar, erklärte Heinen. Es komme darauf an, beide Medien intelligent zu vernetzen. Die Stärke die Zeitung, nämlich die Tiefe der Information und die Schilderung der Hintergründe, müsse auf richtige Weise ins Internet übertragen werden. Damit könnten dem Publikum auch über den neuen Vertriebsweg die Vorteile der Zeitung vermittelt werden, nämlich das Selektieren, Gewichten und Analysieren der geprüften Informationen. Heinen wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Lesekompetenz des Publikums gefördert werden müsse. Ohne Lesefähigkeit seien alle Medien nichts. Deshalb forderte der BDZV-Präsident Politik und Wirtschaft auf, sich an konzertierten Aktionen zur Leseförderung zu beteiligen.

Zum Festakt nach Hanau eingeladen hatten die Herausgeber und Verleger des "Hanauer Anzeigers", Horst und Thomas Bauer. Thomas Bauer zeigte sich zuversichtlich, dass die Zeitung auch in einer Welt, die scheinbar von elektronischen Medien, der New-Economy oder dem Internet beherrscht werde, ihre führende Rolle wahren werde. Denn alle diese Medien könnten sich nicht entwickeln ohne die klassischen Printmedien, deren Nutzungsvorteile - seriöse und ausführliche Berichterstattung nicht nur aus der großen Welt, sondern auch aus dem heimischen Umfeld - nach wie vor überzeugend seien.

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