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25. Mai 2007 | Namen und Nachrichten

Kritik an Knebelvertrag bei Justin Timberlake-Konzerten

Schon wieder gab es Anlass für scharfe Kritik von Zeitungsverlegern und dem Deutschen Jour­nalisten-Verband (DJV) an Knebelverträgen, die Konzertveranstalter den Bildjournalisten vor Be­ginn der Tournee ihrer Künstler unterbreiten. Be­troffen waren diesmal Konzerte des US-Popstars Justin Timberlake. Der DJV hat Text- und Bild­journalisten davon abgeraten, den entsprechen­den Akkreditierungsvertrag zu unterschreiben. Die Voraussetzungen für die Zu­teilung der Foto­pässe seien „vollkommen inak­zeptabel“. Sie schränkten die Rechte und Arbeitsmöglichkeiten der Fotografen unangemessen ein und setzten sie obendrein willkürlichen Schadenersatzansprü­chen aus. Be­sonders eklatant sei im Fall Justin Timberlakes die Klausel, nach der für die Verein­barungen nicht deutsches Recht, sondern die kalifornischen Ge­setze gelten sollen. Damit schließe der Akkredi­tierungsvertrag unter ande­rem die Anwendung des deutschen Urheber­rechts aus. Ferner müss­ten die Journalisten be­reits vor der Tournee ge­nau angeben, wann und wo die Fotos veröffent­licht werden. Jedes Foto dürfe nur einmal abge­druckt werden, für die wei­tere Verwendung müsse eine Zustimmung beim Timberlake-Mana­gement eingeholt werden. Auch würden die Bild­journalisten mit einer Unterschrift sämtliche Schadenersatzansprüche für den Fall akzeptie­ren, dass die Fotos doch ohne Zustim­mung ein weiteres Mal genutzt werden. Da auch für den Schadenersatzanspruch kalifornisches Recht gilt, würden laut DJV „immense Forderun­gen“ drohen. In den vergangenen Jahren hatten Fotografen, Zeitungen, Nachrichtenagenturen und der BDZV mehrfach scharf gegen Konzertver­anstalter und Künstler protestiert, die durch Kne­belverträge die Bericht­erstattung in ihrem Sinne lenken wollten, zuletzt Anfang Mai 2007 bei der Konzerttournee von Beyoncé durch Deutschland.

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