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18. Dezember 2001 | Ausland

Kriegsberichterstattung: Sicherheit durch Medienpools?

In den ersten elf Monaten des Jahres 2001 sind nach Angaben des Internationalen Presse-Instituts in Wien 53 Journalisten weltweit getötet worden. Institutsdirektor Johann P. Fritz nannte es „erschreckend“, dass Extremisten, organisierte Kriminelle und korrupte Regierungen Morde an Journalisten als bevorzugtes Mittel der Zensur einsetzten. Der Tod von acht Medienvertretern in Afghanistan innerhalb von 17 Tagen habe die Bemühungen zur Verminderung der Reporterrisiken intensiviert.

 

Freimut Duve, Medienbeauftragter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), hat in diesem Zusammenhang die Einrichtung von „Medienpools“ in Krisengebieten vorgeschlagen. Aus seiner Sicht sollten TV-Anstalten und Redaktionen anderer Medien gemeinsam Ausbildung, Transport und Versorgung der Korrespondenten in Krisenzonen organisieren. Die Berichterstatter sollten durch einen entsprechenden Ausweis zeigen, dass sie eine Ausbildung für diese Art von Einsatz absolviert haben. Auch Versicherungsfragen sollten innerhalb des Medienpools geklärte werden. „Es zeigt sich“, sagte Duve im Interview mit der „Berliner Morgenpost“, dass „Journalisten, die sich auf den Einsatz in Kriegszonen mit professionellem Training vorbereiten, höchst selten unter den Toten zu beklagen sind. Falsche Reaktion bei einer Wagenkontrolle kann tödlich sein. Nur Journalisten mit nachweisbarer Ausbildung für solche Grenzsituationen sollen in die gemeinsam zu betreuenden Teams aufgenommen werden und einen Versicherungsschutz genießen.“

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