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18. Juli 2003 | Digitales

Konvergenz führt zu stärkeren Inhalten, aber noch wenig Cross-Sales

Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Mediengattungen / Targeting mit E-Mails

Die „Interactive Media Conference“, die am 8. und 9. Mai 2003 in San Diego unter dem Motto „Growing Local Reach“ von „Editor& Publisher“ und „MediaWeek“ veranstaltet wurde, konzentrierte sich auf die Themen Konvergenz und Erweiterung der lokalen Reichweite durch medienübergreifende Partnerschaften. Manager aus den Bereichen Zeitung und Fernsehen berichteten von erfolgreichen Kooperationen bei Inhalten und den meist noch weniger erfolgreichen crossmedialen Werbeverkäufen. Sie gaben Tipps, wie beides besser gestaltet werden könnte. Ein anderes großes Thema war E-Mail-Marketing - eine lukrative Werbeform und für viele Online-Zeitungen der erste Weg, die durch Nutzer-registrierung gewonnenen Daten in gezieltes Marketing umzusetzen.

Die „Interactive Media Conference & Trade-show“, die im vergangenen Jahr noch „Interactive Newspaper Conference“ hieß, machte ihrem neuen Namen alle Ehre: Konvergenz und Zusammenarbeit über die Mediengattungen hinweg gehörten zu den wichtigsten Themen, die Sprecher kamen aus unterschiedlichen Medien, und auch unter den Teilnehmern fanden sich Vertreter von Fernsehen und Radio.

 

Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Medien - vor allem Print, Online und TV - ist auf der redaktionellen Seite vielerorts schon Realität, und sowohl das Management als auch die redaktionellen Mitarbeiter scheinen für Kooperationen bei den Inhalten relativ aufgeschlossen zu sein. Auf der Verkaufsseite ist dies jedoch noch lange nicht der Fall. Unwissenheit, vor allem aber die Konkurrenz um die begrenzten Werbedollars sind die größten Hindernisse, die nach den Vorschlägen von Lisa DeSisto von Boston.com vielleicht am ehesten mit finanziellen Anreizen, persönlicher Aufklärung und engerer Zusammenarbeit überwunden werden können. Aber auch die meist nur unzureichend nach Mediengattungen integrierten Werbeagenturen erweisen sich als eher hinderlich für Crossmedia-Werbung, räumte David Song von der Agentur MPG ein.

 

Martin Nisenholtz von New York Times Digital fand in seiner Eröffnungsrede gute Gründe, der Zukunft der Online-Zeitungen optimistisch entgegen zu sehen. Verbesserungen seien jedoch insbesondere in den Bereichen „Usability“ (der Nutzbarkeit der Informationen auf der Website) und bei den für die Geschäftsentwicklung relevanten Kennzahlen nötig.

 

E-Mail-Marketing ist der schnellste Weg zum Targeting und die direkte Weise, aus der Nutzer-registrierung Geld zu schlagen, waren sich Michael Silver von der Tribune Company und Eric Christensen von Belo Interactive einig. Von der großen Zahl an E-Mail-Adressen samt demografischen Daten, über die die Websites der „Chicago Tribune“ und der „Los Angeles Times“ verfügen, können die meisten Zeitungssites bisher jedoch nur träumen. Viele sind noch mit dem Sammeln von Opt-In-E-Mail-Adressen beschäftigt oder mit der Frage, ob überhaupt und welche Form der Registrierung sie einführen sollen. Eine andere lukrative Werbeform für Nachrichtensites sind nach wie vor die Kleinanzeigen und dabei vor allem der Stellenmarkt. Um sich im Online-Stellenmarkt auf Dauer mit Erfolg gegen die reine Online-Konkurrenz zu behaupten, empfahlen Experten, die Services und den lokalen Vorteil auszubauen. Paid Content wurde bei der Konferenz nur am Rande erwähnt; der Fokus bei den Einnahmen lag deutlich auf den verschiedenen Formen der Werbung.

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