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30. September 2015 | Veranstaltungen

Konferenz Mobile Business: Dem Unverzagten gehört die Stunde

Themen: Werbung, Online, Google

Mobil, lokal, vernetzt! – Wie überzeugen Verlage Nutzer und Werbekunden? Antworten auf diese Fragen gaben acht Mobil-Experten bei der BDZV-Konferenz „Fokus: Mobile Business“ am 29. September in Berlin. Den Auftakt machte Hansi Voigt, Geschäftsführer und Chefredakteur des im Januar 2014 gestarteten Newsportals „watson.ch“. Vogts Strategie ist es, die Leidenschaft der Menschen für mobile Inhalte mit einem vollkommen neuen Nachrichtenangebot zu schüren.

Mobile1.jpgEin Erfolgsfaktor sei es dezentral zu arbeiten. Watson sei keine Organisation, sondern ein Organismus. „Ich verlange, dass jeder Mitarbeiter Verantwortung übernimmt“, sagte Voigt. Dazu gehöre auch, tolerant gegenüber Fehlern zu sein. „Dem Unverzagten gehört die Stunde“, so Voigts Überzeugung. Man müsse entschlossen sein, Dinge zu tun. Die 55-köpfige „watson.ch“-Mannschaft sei aufgefordert, ständig zu experimentieren. Es gehe nicht darum, Artikel zu schreiben, sondern eine Geschichte zu erzählen – mit allen Darstellungsformen und Anzeigenformaten. Auch sei es wichtig nicht nur zu senden, sondern zu empfangen und den Leser ernst zu nehmen.

Werbung auf mobilen Endgeräten dürfe den Nutzer nicht stören, so Voigt. Deshalb setze er vor allem auf native Werbeformen, die nicht geblockt werden. Native Advertising heiße nicht, PR-Texte zu schreiben, sondern journalistisch unabhängige Artikel, die klar gekennzeichnet sind. Dem Werbekunden müsse beigebracht werden, dass man keine Inhalte wegen des Kunden verfälsche. Ziel sei es, dass das Portal nach vier Jahren profitabel ist.

Mobile4.jpg"Wir möchten auf der Haut brummen", sagte Yannick Dillinger, Leiter der Digitalredaktion von Schwäbisch Media (Ravensburg) in Berlin. Seit ein paar Monaten testet die „Schwäbische Zeitung“ die beiden Kanäle „WhatsApp“ und „SIMSme“. Leser der „Schwäbischen Zeitung“ haben dabei die Möglichkeit, die wichtigsten Nachrichten aus der Region als Push-Mitteilungen auf ihrem Smartphone zu empfangen. Die Nutzer erhalten eine kurze Zusammenfassung und einen Link, der zu entsprechenden Artikeln auf „schwäbische.de“ führt. Außerdem können Nutzer die Nachrichten an ihre Kontakte weiterleiten. Ziel sei es, jüngere Zielgruppen an die Zeitungsmarke heranzuführen.

Mobile2.jpg„Der fortlaufende Medienwandel erfordert einen ständigen Wandel der Marke“, sagte Manuel Kröppelt, stellvertretender Leiter Digitale Medien beim Olympia-Verlag, bei der die Fußballzeitschrift „Kicker“ erscheint. Fast 75 Prozent des Traffics gehe bereits auf das Konto von mobilen Zugriffen. Trotzdem würden noch 70 Prozent der Erlöse über die stationäre Website generiert, die aber nur noch 25 Prozent der Gesamtnutzung ausmache. Im vergangenen Jahr seien die mobilen Erlöse jedoch um über 200 Prozent gestiegen. Das mobile Angebotsportfolio werde ständig erweitert. So habe der Kicker allein im Jahr 2015 die Spielanalyse-App „MatchTracker“, die Bundesligisten-App „MeinVerein“, die App „Fußballquiz“ sowie eine App-Erweiterung für Smartwatches gestartet.

Mobile3.jpg„Mobile wird als Rankingfaktor immer wichtiger“, stellte Marc Cormann, Head of Online-Marketing bei MSO Digital, fest. Im Mai 2015 habe die mobile Websuche erstmals die stationäre übertroffen. Cormann erläuterte, was Verlage beachten müssen, damit ihre mobilen Websites bei Google gut sichtbar bleiben. Für Mobilgeräte unübliche Software wie Flash müsse vermieden werden. Die Texte müssten ohne Zoomen gut lesbar sein. Google biete mit „Google Search Console“ einen Dienst an, mit dem Verlage selber überprüfen könnten, ob ihre mobilen Websites für die Suchmaschine optimiert sind.

Mobile5.jpg40 Prozent der Bevölkerung nutzen vor einer Kaufentscheidung drei Medienkanäle. Es sei deshalb sinnvoll, „von der Silodenke eines Werbekanals wegzukommen und Werbung über verschiedene Geräte hinweg auszuspielen“, sagte Carsten Frien, Gründer und CEO des Start-ups Roq.ad. Frien erläuterte, wie Werbung über alle digitalen Bezugspunkte eines Nutzers hinweg ausgeliefert werden kann. Dazu ordne die „Roq.ad-Technologie“ Endgeräte eindeutig einer Person oder einem Haushalt zu, um somit die Kampagnen eines Werbekunden über alle Geräte hinweg steuerbar zu machen. Auch eine Synchronisierung mit traditionellen Medien wie TV sei möglich.

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