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02. Oktober 2006 | Allgemeines

Kommt die bundesweite Abo-Card?

Thomas Ehlers: Wir sind der Marktplatz

Kundenkarten können in Zusammenarbeit mit dem lokalen Handel ein Weg zur Bindung der Abonnenten an die Zeitung sein. Allerdings müssten die Karten auch genutzt werden, erläuterte Bernd Klingsporn, Managing Director OgilvyBrains, Frankfurt am Main. Im Schnitt werde ein gutes Drittel der ausgegebenen Karten eines Kartenprogramms nicht eingesetzt, davon sei wiederum mehr als ein Drittel länger als drei Jahre inaktiv. Als wichtiges Element der Kundenbindung empfahl Klingsporn, eine gezielte Kommunikation mit den Karteninhabern aufzubauen, die personalisiert, besser noch individualisiert stattfinden sollte.

In der Diskussion zum Thema „Zeitung plus – mit der Kundenkarte zu neuen Erfolgen“ pries Thomas Ehlers, Geschäftsführer der Lübecker Nachrichten“, das von mittlerweile 27 Verlagen verfolgte Kartenkonzept als „transparentes Bo­nussystem“ an. Vier Millionen Leser würden er­reicht. „Wir sind der Marktplatz in der Region, zu uns muss man kommen“, betonte Ehlers. Sein Ziel: eine deutschlandweite Verbreitung der Abo­card bei Zeitungen wie auch beim Handel, so dass der Abonnent aus Lübeck zum Beispiel im Urlaub auch am Bodensee bei den Partnern im lokalen Handel günstiger einkaufen kann.

Die regionale Verbundenheit war auch der An­lass für Gerd Hofrichter, Marketingleiter der „Stadtbäckerei Junge“ in Lübeck, Partner der Lübecker Abocard zu werden. 14.000 Kunden­kontakte seien im August 2006 mit der Karte zu­stande gekommen. Exorbitante Steigerungsraten habe es durch den Einsatz der Karte laut Hof­richter zwar nicht gegeben, gleichwohl denke die Stadtbäckerei darüber nach, das bisher be­grenzte Sortiment für den Einsatz der Karte noch auszuweiten.

Klingsporns These der Kundenaktivierung bestätigte auch Carsten Schaeffer, Geschäftsfüh­rer von Miles & More Lufthansa (Verl). Die Karte an sich habe keinen Wert sondern müsse ein „Dauer-Incentiv“ sein, um attraktiv zu bleiben. In Deutschland sei der Markt für Miles & More mit 160 Partnern und sechs Millionen Kunden fast gesättigt. Jetzt müsse die Internationalisierung in den Lufthansakernländern folgen. Schaeffer be­zeichnete es als „erstaunlich“, dass die Kunden­kate der Zeitungen über Rabatte funktioniere, die monatlich oder am Jahresende in Euro und Cent an die Karteninhaber ausgezahlt werden. dage­gen funktionieren Miles & More und die Karten der großen Payback-Anbieter über die Gewäh­rung von Flügen, Upgrades oder Konsumartikel.

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