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26. Februar 2004 | Allgemeines

„Klare Standards in allen Genres“

DeutschlandRadio-Intendant Ernst Elitz verlangt Qualitätskodex der öffentlich-rechtlichen Rundfunksender

In der Diskussion um eine Erhöhung der Rundfunkgebühren hat der Intendant des DeutschlandRadios, Ernst Elitz, von den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten Qualitätsstandards verlangt, die sie „klar von anderen Medienangeboten unterscheiden“.

In einem Beitrag für die Wochenzeitung „Die Zeit“ vom 12. Februar 2004 schreibt Elitz, dass die gebührenfinanzierten Sender in der Pflicht seien, „in allen Genres klare Standards zu setzen“. Auch für Serien und Unterhaltungssendungen gebe es positive Kennziffern für eigenproduziertes und eigenentwickeltes Programm, „null Punkte für das Abkupfern von Stoffen und Formaten, mit denen schon andere auf Nummer sicher gegangenen sind“.

 

Unter den Qualitätsgesichtspunkten „Abkehr vom ewig Gleichen“ und „Pflicht zur Provokation“ sei etwa die „Harald Schmidt Show“ im Privatsender Sat.1 im Grunde öffentlich-rechtlich gewesen, schreibt Elitz weiter. Anders als die Privatsender, die sich bei guter Geschäftslage auch einmal ein großes Erzählstück leisten würden, sei der öffentlich-rechtliche Rundfunk zur Kontinuität verpflichtet. Die Gebühr gebe den Sendern langfristige Planungssicherheit für anspruchsvolle Vorhaben. Solche Selbstverpflichtungen seien aber auch überhaupt erst die „Voraussetzungen für eine Gebührenerhöhung“.

 

Der Politik hielt der DeutschlandRadio-Intendant vor, sich „plötzlich als ideeller Gesamtrundfunkrat der Gesellschaft“ zu verstehen, nachdem die Ministerpräsidenten in den vergangenen Jahrzehnten medienpolitische Entscheidungen allzu gern delegiert hätten. Politik und Rundfunk müssten gemeinsam die Frage beantworten, welchen kultur- und gesellschaftspolitischen Auftrag ARD, ZDF und DeutschlandRadio haben. Im Idealfall könnte das Ergebnis ein Qualitätskodex und eine Selbstverpflichtung der öffentlich-rechtlichen Sender sein, die „ihre Angebote klar vom Kommerziellen zu unterscheiden hätten“. Damit wäre, so Elitz, der Gebührenstreit zu Ende, weil ein für alle Mal klar wäre: „Die Rundfunkgebühr ist mehr als ein Finanzierungsinstrument: Sie ist vor allem eine Qualitätssicherungsgebühr“.

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