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13. Juli 2006 | Allgemeines

Kein Text, kein Bild von Robbie Williams

Nachrichtenagenturen boykottieren Tournee / Kritik an Knebelverträgen für Fotografen

Die deutschen Nachrichtenagenturen werden nicht über die Deutschland-Tournee von Robbie Williams berichten, weil ihre Bildjournalisten von den Konzerten des Sängers ausgeschlossen wurden. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa), Associated Press (AP), Agence France-Presse (AFP) und der Deutsche Depeschendienst (ddp) schickten zum Auftaktkonzert am 10. Juli 2006 in Dresden auch keine Wortberichterstatter.

Der BDZV ver­urteilte den Versuch des Willi­ams-Konzertveran­stalters wie auch anderer Showgrößen, mittels Knebelverträgen für Foto­grafen nicht nur bis ins Detail das eigene Bild in den Medien bestimmen zu wollen, sondern aus der Arbeit der Fotografen selbst noch nach Belie­ben Gewinn zu ziehen. Unter derart verzerrten Bedingungen sei eine realitätsnahe und unab­hängige Bildberichterstattung nicht mehr möglich.

Schon im Oktober 2005 hatten unter anderen die Agenturen dpa, AP und ddp freiwillig auf die Wort- und Bildberichterstattung über das Robbie-Williams Konzert in Berlin verzichtet. Grund dafür waren damals die Verträge für Bildjournalisten, die die Nutzung der Konzertfotos und Arbeits­möglichkeiten der Fotografen vor Ort stark ein­schränkten. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ be­richtet, waren für das aktuelle Dresden-Konzert lokale Fotografen immerhin zugelassen – unter strengen Auflagen. Laut Vertrag sollten Bilder „nur zur einmaligen Veröffentlichung freigegeben“ und dann als „Alleineigentum“ abgetreten werden. Bis auf einen Boulevardtitel verzichteten die lo­kalen Zeitungen daher auf Fotos des Stars. Die „Dresdner Neuesten Nachrichten“ hätten die Stelle des Titelbilds sogar ganz frei gelassen.

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