Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

17. Juli 2003 | Allgemeines

Kein öffentliches Informationsbedürfnis

Presserat spricht zwei Rügen gegen „Bild“-Zeitung aus

Der Deutsche Presserat hat zwei Rügen gegen die „Bild“-Zeitung ausgesprochen. Wie das Selbstkontrollorgan der Presse am 16. Juli 2003 mitteilte, beanstandete der Beschwerdeausschuss in einem Fall eine vorverurteilende Berichterstattung über einen Tatverdächtigen. Im zweiten Fall hatte die Zeitung nach dem jüngsten Busunglück in Ungarn den tödlich verunglückten Fahrer so abgebildet, dass er identifizierbar war. Dazu waren mit der Überschrift „Er lenkte den Todesbus“, Vorname, abgekürzter Nachname und Alter des Fahrers genannt worden.

Der Beschwerdeausschuss erkannte auf eine Verletzung von Richtlinie 8.1 des Pressekodex’, in dem festgehalten wird, dass die Nennung der Namen und die Abbildung von Opfern und Tätern bei Unglücken und Straftaten „in der Regel nicht gerechtfertigt“ sind. Im konkreten Fall gab es nach Auffassung des Beschwerdeausschusses kein öffentliches Informationsbedürfnis für eine identifizierbare Darstellung des Busfahrers, das die schutzwürdigen Belange des Betroffenen und seiner Angehörigen überlagert hätte.

 

Anlässlich seiner Sitzung befasste sich der Ausschuss mit 26 Beschwerden. Außer den beiden Rügen wurden fünf Missbilligungen und sechs Hinweise ausgesprochen. Zwölf Beschwerden wurden als unbegründet zurückgewiesen; eine Beschwerde konnte nicht hinreichend aufgeklärt werden.

 

Internet: www.presserat.de

zurück