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09. Mai 1997 | Namen und Nachrichten

Jugendliche Nachrichtenmuffel

Reizüberflutung durch ein zunehmendes Medienangebot macht Jugendliche zu Nachrichten-Muffeln. Knapp drei Viertel aller Jugendlichen gaben bei einer Befragung durch das Hamburger BAT-Freizeit-Forschungsinstitut an, am Vorabend keine Nachrichtensendung gesehen zu haben. Das wachsende Tempo der Medien bringe "Kurzzeit-Konzentrations-Kinder" als neue Medien-Generation hervor, ergab die am 29. April 1997 veröffentlichte Studie des BAT-Institutes. Danach entwickelten Jugendliche eigene Strategien gegen die Informationsflut der Medien. Junge Fernsehzuschauer könnten sich nicht mehr lange auf eine Sache konzentrieren. Institutschef Prof. Horst Opaschowski machte "Kennzeichen einer Konfetti-Generation" aus. "Die Impressionen bleiben bruchstückhaft und oberflächlich. Zwischen Wortfetzen und Bildsplittern hin- und hergerissen, hat sie am Ende nur wenig Zusammenhängendes gehört und gesehen." Bei der Studie wurden im Februar 1997 3.000 Bundesbürger über 14 Jahren befragt. Wie Opaschowski weiter ausführte, spiele das Internet bei der Mediennutzung für die Bundesbürger eine geringe Rolle. Die Macher hätten "offensichtlich die Rechnung ohne die Mitmacher gemacht". Die meisten Privatkunden verweigerten sich: Nur zwei Prozent der Deutschen würden gelegentlich im Internet durch die Welt surfen. Gegenüber dem Vorjahr habe sich diese Quote nicht verändert. Laut Opaschowski suchen die Bundesbürger "nach Feierabend in erster Linie Entspannung und Zerstreuung. Sie wollen sich vom Fernsehen unterhalten, berieseln und bedienen, nicht aber von langsamen Datenübertragungen im Internet nerven lassen."

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