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08. Februar 2008 | Allgemeines

Journalistische Qualität ist ein Verkaufsargument

Zweites IQ-Dreiländer-Treffen: Austausch und Anregungen

Zum zweiten Mal haben sich Vertreter der journalistischen Qualitätsinitiativen (IQ) aus Österreich, der Schweiz und Deutschland zum Informationsaustausch getroffen.

Nach einem ersten Treffen vor Jahresfrist in Zürich kamen diesmal rund 15 Journalisten, Ver­legervertreter, Wissenschaftler, Ausbilder und Medienkontrolleure auf Einladung von IQ am 9. und 10. Januar 2008 in Berlin zusammen. Sie verglichen dabei aktuelle Entwicklungen der Qua­litätsinitiativen. Schwerpunktthemen waren: Rezi­pientenbeteiligung, staatliche Restriktionen und Auswirkungen auf die journalistische Qualität, Qualitätssicherung durch Ombudsleute oder Kontrollgremien sowie der Einfluss von Gratisme­dien auf die Qualität der Presse.

Die Vertreter der drei Initiativen unterstützten die Medienselbstkontrolle. Sie sprachen sich für eine Stärkung von Kodizes und medieninternen Leitlinien aus. Damit wollen sie Transparenz ge­genüber der Öffentlichkeit herstellen sowie Orien­tierungs- und Argumentationshilfen im journalisti­schen Alltag bieten. Die Initiativen sehen sich dabei in einer Mittlerfunktion. Journalistische Qualität müsse gerade auch von Medienunter­nehmern als wichtiges (Verkaufs-) Argument ge­genüber dem Publikum begriffen werden.

Grundsätzlich plädierten die Qualitätsinitiativen für einen breiten gesellschaftlichen Wertediskurs über die Bedeutung und Qualität der Medien. Damit müsse sowohl den staatlichen Eingriffen als auch dem zunehmenden Vertrauensverlust des Journalismus begegnet werden. Die Mitwir­kung des Publikums am journalistischen Produkt wurde von den Qualitätsinitiativen grundsätzlich als Bereicherung bewertet. Allerdings sollte damit keine Paparazzi-Mentalität gefördert werden. Zugleich sei es unabdingbar, dass entsprechende Beiträge/Informationen redaktionell auf Relevanz und Wahrheitsgehalt geprüft werden. Journalisten seien nicht nur rechtlich, sondern auch berufs­ethisch für entsprechende Veröffentlichungen verantwortlich. Eine systematische Leserbeteili­gung sei personal- und kostenintensiv, so die Erfahrungen aus den drei Ländern. Die Quali­tätsinitiativen planen einen regeren Informations­austausch auch zwischen den jährlichen Treffen und vereinbarten eine neue Konferenz für Januar nächsten Jahres in Wien.

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