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02. April 2004 | Allgemeines

Journalistische Qualität bleibt der Maßstab

Verleger treffen mit Kirchenvertretern zusammen

Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten darf an der journalistischen Qualität nicht gespart werden; nur höchste Professionalität hat eine Chance im Lesermarkt. Dieser Konsens bildete die Grundlage des Gesprächs zwischen Vertretern des BDZV und des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger sowie Repräsentanten der katholischen und evangelischen Kirche am 31. März 2004 in Berlin.

BDZV-Präsident Helmut Heinen und Vize-Präsident Dr. Pierre Gerckens berichteten über die schwierige Lage im Werbemarkt. Aufgrund der anhaltenden Konjunkturkrise seien die Zeitungen auf dem Anzeigenerlösniveau von 1993 angekommen. Die schwersten Einbrüche würden im Stellenmarkt verbucht, was die Wirtschaftsflaute direkt widerspiegele. „Wenn es keine Jobs gibt, dann gibt es auch keine Stellenanzeigen“, so Gerckens. Auch die Konzentration bei den Handelsunternehmen habe direkte Auswirkungen auf das Anzeigengeschäft. Zufriedenstellend sei im Vergleich dazu die Situation im Lesermarkt. Die Reichweite der Zeitung sei – trotz der wachsenden Konkurrenz durch andere Medien – mit fast 80 Prozent recht stabil. Als besondere Herausforderung beschrieben die BDZV-Vertreter – darunter auch Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Schulze – das Erreichen junger Zielgruppen, die aufgrund eines generellen Rückgangs des Leseinteresses nicht mehr automatisch über Elternhaus und Schule zur Zeitung fänden. Die Verlage seien dabei, mit neuen Produkten und neuen Wegen im Marketing Jugendliche zu erreichen.

Im Zusammenhang mit der Diskussion um die Pressefusionskontrolle sagte BDZV-Präsident Heinen, dass es vor allem darum gehe, die Kooperationsmöglichkeiten der Verlage zu verbessern. Oberstes Ziel sei dabei, die publizistische Vielfalt auf hohem Niveau zu sichern. Noch mehr Kooperation zu erreichen, dies ist auch ein Thema sowohl innerhalb der evangelischen als auch der katholischen Publizistik. Der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Weihbischof Friedrich Ostermann, und das Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands, Dr. Eckhart von Vietinghoff, führten aus, dass innerhalb der Kirchenpresse neue Modelle der Zusammenarbeit entwickelt werden müssten. Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage der Kirchen müssten Synergiemöglichkeiten gefunden werden.

 

Als Säulen der konfessionellen Publizistik beschrieben die Repräsentanten der Kirchen die Nachrichtenagenturen Evangelischer Pressedienst (epd) und Katholische Nachrichtenagentur (KNA). Im generell verschärften Wettbewerb der Nachrichtenagenturen hätten KNA und epd ihr Profil geschärft. Mehr denn je würden die Agenturen jetzt Dienste anbieten, die von anderen Dienstleistern nicht erbracht werden könnten. Neben sämtlichen überregionalen Zeitungen beziehen rund 50 Prozent der Regionalzeitungen Angebote von KNA und epd.

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