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21. Mai 2003 | Allgemeines

Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis für sechs Journalisten

Herbert Kremp für sein Lebenswerk geehrt

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis geht in diesem Jahr an sechs Journalisten.

Die mit je 6.000 Euro dotierten Auszeichnungen in der Sparte „Allgemeines“ erhalten Holger Kreitling für seinen Artikel „Der Energie-Dichter“ („Die Welt“, Berlin), in dem er die Macht von Vorurteilen am Beispiel des Cottbuser Fußballvereins beschreibt, dem ein Dichter japanische Haikus und Sonette widmet; Stefan Ulrich für seinen Beitrag „Ein Schiff mit Kurs Gerechtigkeit“ („Süddeutsche Zeitung“, München), der sich distanziert und teilnehmend zugleich in das komplizierte Geflecht des Internationalen Jugoslawien-Tribunals im Haag wagt; sowie Birgit Walter für ihr Porträt „Hofs Licht“ („Berliner Zeitung“), in dem das Leben des Künstlers Gert Hof nachgezeichnet wird.

 

Michael Ohnewald und Tobias Schuhwerk bekommen den ebenfalls mit 6.000 Euro dotierten Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Lokales“. Ohnewald („Stuttgarter Zeitung“) wird preisgekrönt für seine Beschreibung einer 70-jährigen Bäuerin, die sich mit aller Kraft gegen den Verkauf ihres Hofes stemmt: „Die alte Bäuerin von Bernhausen trotzt den Zeitläuften“. Schuhwerk schildert in seiner Reportage „Der Mensch blieb Mensch“ („Allgäuer Zeitung“) die Katastrophe des 11. September ein Jahr danach.

 

Den Preis für das Lebenswerk erhält in diesem Jahr Herbert Kremp, früherer Herausgeber und Chefredakteur der Tageszeitung „Die Welt“.

 

Der renommierteste deutsche Journalistenpreis ist nach dem ehemaligen Chefredakteur des „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff, benannt und wird jährlich vom BDZV verliehen. Die Auszeichnungen werden am 4. September bei einem Festakt auf der Zeche Zollverein in Essen überreicht. An der Ausschreibung hatten sich 310 Journalisten beteiligt.

 

Der unabhängigen Jury zum Theodor-Wolff-Preis gehören an: Gernot Facius (Autor „Die Welt“, Berlin), Dr. Helmut Herles (Chefkorrespondent „General-Anzeiger“, Bonn), Dr. Wilm Herlyn (Chefredakteur Deutsche Presse-Agentur, Hamburg), Stephan Richter (Chefredakteur Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Flensburg), Ulrich Reitz (Chefredakteur „Rheinische Post“, Düsseldorf), Herbert Riehl-Heyse († 2003, leitender Redakteur „Süddeutsche Zeitung“, München), Dr. Klaus Rost (Chefredakteur „Märkische Allgemeine“, Potsdam), Jost Springensguth (Chefredakteur „Kölnische Rundschau“) sowie Dr. Uwe Vorkötter (Chefredakteur „Berliner Zeitung“).

 

Zum neuen Vorsitzenden des Kuratoriums für den Theodor-Wolff-Preis wurde Hermann Neusser, Verleger des Bonner „General-Anzeigers“ gewählt. Er tritt die Nachfolge von Rolf Terheyden, Altverleger des „Bocholter Borkener Volksblatts“ und langjähriger Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger, an, der dieses Amt seit 1995 inne hatte.

 

Jurymitglied Jost Springensguth, Chefredakteur der „Kölnischen Rundschau“, dankte Terheyden für seinen Einsatz zu Gunsten des Preises. Der Verleger habe nachhaltig dazu beigetragen, die Auszeichnung als DIE Würdigung der Branche im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu positionieren. Dies habe seinen Ausdruck auch in der festlichen Veranstaltung anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Preises im Schloss Bellevue im vergangenen Jahr gefunden, bei der auf Einladung von Bundespräsident Rau rund 150 ehemalige Preisträger in Berlin zusammenkamen. Terheydens Nachfolger Hermann Neusser hob hervor, dass der Theodor-Wolff-Preis das Markenzeichen des Qualitätsjournalismus sei. Er sei ein Gütesiegel und zugleich Gattungsmarketing, von dem die ganze Branche profitiere.

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