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30. Mai 2012 | Allgemeines

Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis für fünf Journalisten

Wolfgang Büscher neues Jurymitglied / ab 2013 auch reine Online-Beiträge zugelassen

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis geht in diesem Jahr an fünf Journalisten: Den mit 6.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie „Kommentar/Glosse/Essay“ hat die Jury Harald Martenstein für seinen Beitrag „Der Sog der Masse“ („Die Zeit“, Hamburg) zuerkannt, in dem der Autor ein in Form und Stil meisterliches Plädoyer für das Denken gegen den Strom hält.

Die mit je 6.000 Euro dotierten Auszeichnun­gen in der Sparte „Lokales“ gehen an Lars Fi­scher für seinen Artikel „Ein gefundenes Fres­sen“ („Wümme-Zeitung“, Lilienthal), der sich eine Woche lang als Mülltaucher aus den Abfallcon­tainern von Supermärkten ernährte und dabei Überlegungen zur Wertschätzung für unsere Nahrungsmittel anstellt, sowie an Philip Cassier für seinen Beitrag „Eine Dosis jüdisches Penizil­lin“ („Berliner Morgenpost“), in dem der Autor schildert, wie und warum zwei hochbetagte Freundinnen die beste Hühnerbrühe von Berlin kochen.

Alexander Gorkow sowie Volker Zastrow be­kommen den ebenfalls mit je 6.000 Euro dotier­ten Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Allgemei­nes“. Gorkow („Süddeutsche Zeitung“, München) portraitiert in seinem Artikel „Ein anderes Leben“ ebenso diskret wie detailreich den Schauspieler Matthias Brandt und wie der sich ohne großes Aufhebens vom Schatten seines Vaters Willy Brandt freimachte. Volker Zastrow beschreibt in seinem Beitrag „Wie Ken den Kopf verlor“ („Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“) den Fall von Bundesverteidigungsminister Karl-Theo­dor zu Guttenberg als gesellschaftliches und poli­tisches Phänomen.

2012 jährt sich zum 50. Mal die Ausschreibung dieser ältesten und renommiertesten Auszeich­nung, die die Branche zu vergeben hat. Bis heute sind mehr als 400 Journalistinnen und Journalis­ten mit dem Theodor-Wolff-Preis geehrte worden. Ihre Namen, darunter viele Chefredakteure, spä­tere Rundfunkintendanten und sogar drei Kari­katuristen, bilden gleichsam einen Who-Is-Who der Presse- und Medienbranche. Die Auszeich­nungen werden am 12. September bei einem Festakt in Berlin überreicht. An der Ausschrei­bung hatten sich 431 Journalisten beteiligt.

Reine Online-Beiträge zugelassen

Das Kuratorium für den Theodor-Wolff-Preis hat anlässlich des 50-jährigen Jubiläums be­schlossen, die Struktur des Preises zu verändern: Künftig werden jährlich zwei Preise für Lokaljour­nalismus, zwei Preise für Repor-tage/Essay/Analyse sowie ein Preis für Mei­nung/Leitartikel/Kommentar/Glosse vergeben. Berücksichtigt werden sollen mit der Ausschrei­bung 2013 erstmals auch Artikel, die nur online erschienen sind.

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis ist die renommierteste Auszeichnung, die die Zeitungsbranche zu ver­geben hat. Sie erinnert an den langjährigen Chef­redakteur des legendären „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868 – 1943). Wolff musste 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen, wurde dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.

Wolfgang Büscher Jurymitglied

Darüber hinaus hat das Kuratorium den Jour­nalisten und Autor Wolfgang Büscher als neues Mitglied in die TWP-Jury berufen. Büscher ar­beitet seit 2005 für das Ressort Dossier der Wo­chenzeitung „Die Zeit“ (Hamburg), zuvor war er sieben Jahre lang Leiter des Reportagen-Res­sorts der Tageszeitung „Die Welt“ (Berlin). Von Wolfgang Büscher erschienen mehrere Bücher, zuletzt „Hartland: Zu Fuß durch Amerika“ (2011) und „Asiatische Absencen“ (2008). Der Autor ist auch selbst Träger des Journalistenpreises der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis (2002) und wurde ferner mit dem Kurt-Tucholsky-Preis und dem Johann-Gottfried-Seume-Preis (beide 2003) sowie dem Ludwig-Börne-Preis (2006) ausgezeichnet.

Der unabhängigen Jury zum Theodor-Wolff-Preis gehören weiterhin an: Dr. Markus Günther (Journalist, Augsburg), Peter Stefan Herbst (Chefredakteur „Saarbrücker Zeitung“), Bernd Hilder (Journalist, Leipzig), Christoph Irion (Chef­redakteur „Reutlinger General-Anzeiger“), Pro­fessor Bernd Mathieu (Chefredakteur „Aachener Zeitung“ und „Aachener Nachrichten“), Bascha Mika (Publizistin, Berlin), Evelyn Roll (leitende Redakteurin, „Süddeutsche Zeitung", München), Franz Sommerfeld (Vorstandsmitglied Medien­gruppe M. DuMont Schauberg mit Zuständigkeit Redaktion, Köln). Mehr Informationen zum Wett­bewerb gibt es unter www.theodor-wolff-preis.de oder auf Facebook unter www.facebook.de/theodorwolffpreis.

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