Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

11. Januar 2013 | Ausland

Journalisten weltweit immer stärker im Fadenkreuz

Reporter ohne Grenzen: 135 Berichterstatter 2012 getötet

Mindestens 88 Journalisten sowie 47 Blogger und Bürgerjournalisten sind laut Reporter ohne Grenzen (RoG) 2012 während ihrer Arbeit oder wegen ihres Berufs getötet worden. Das ist die höchste Zahl seit die Menschenrechtsorganisation 1995 erstmals eine Jahresbilanz veröffentlichte. Im Vergleich zum Vorjahr stieg diese Zahl um 33 Prozent (2011: 67, 2010: 58).

reporter ohne grenzen LOGODie meisten Journalisten seien im Nahen und Mittleren Osten und Nordafrika (26 Tote), in Asien (24 Tote) und im Afrika südlich der Sahara (21 Tote) ums Leben gekommen. "Zu den enorm hohen Opferzahlen haben vor allem der Syrien-Konflikt, die Gewalt der Taliban in Pakistan und der Bürgerkrieg in Somalia beigetragen", erklärte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske Anfang Januar 2013. Die meisten Journalisten seien 2012 in Kriegs- und Krisengebieten gestorben, "viele andere wurden durch mafiöse Banden, militante Islamisten oder im Auftrag hochrangiger Staatsbeamter ermordet", so Rediske.


Jedoch nicht nur Journalisten setzten durch ihre Arbeit ihr Leben aufs Spiel, sondern auch Blogger und Bürgerjournalisten. Im vergangenen Jahr seien 47 von ihnen getötet worden, nach fünf im Jahr 2011. "Dies traf vor allem jene mutigen Frauen und Männer, die in Syrien als Reporter, Fotografen oder Videojournalisten den Alltag des Bürgerkriegs und die Verfolgung Oppositioneller dokumentierten", hieß es von Reporter ohne Grenzen weiter.


ROG Getoetete Journalisten 2012Erfreulich ist hingegen, dass die Zahl der Festnahmen und Entführungen von Journalisten leicht zurückgegangen sei. Während RoG 2011 noch 1.044 Verhaftungen und 71 Entführungen in der Statistik auswies, sind es in der aktuellen 879 Arrestierungen und 38 als entführt gemeldete Journalisten. Besonders unter Repressalien hätten die Berichterstatter in Syrien (mindestens 51 Festnahmen, 30 Übergriffe und 13 Entführungen) und in Bahrein (18 Festnahmen, und 36 Übergriffe) zu leiden gehabt.

Die nach wie vor meisten inhaftierten Journalisten und Blogger zählt Reporter ohne Grenzen 2012 in der Türkei, wo sich die Zahl der Festnahmen seit der Verschärfung des Kurdenkonflikts verdoppelt habe, sowie in China, wo die Regierung die Zensur vor dem Parteitag enorm verschärft habe. Zahlreiche Journalisten säßen zudem in Syrien und Iran im Gefängnis sowie in Eritrea, das seit Jahren den letzten Platz auf der RoG-Rangliste einnimmt.

Ort: Berlin

zurück