Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

15. September 2014 | Allgemeines

Journalisten für Meisterstücke geehrt / Preis für Lebenswerk an Chimelli

Festveranstaltung Theodor-Wolff-Preis am 10. September in Aachen

Gut 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und den Medien erwartet der BDZV am 10. September 2014 bei der Verleihung des Theodor-Wolff-Preises (TWP). Der Journalis-tenpreis der deutschen Zeitungen wird in diesem Jahr in Aachen überreicht. „In Zeiten des Echtzeitjournalismus sind Zeitungen eine hervorragende Adresse für umfassend recherchierte, brillant geschriebene Artikel. Dafür geben die in diesem Jahr ausgezeichneten Beiträge das beste Beispiel“, sagt dazu der Geschäftsführer des TWP-Kuratoriums, Hans-Joachim Fuhrmann.

Die mit je 6.000 Euro dotierten Auszeichnungen in der Sparte „Lokaljournalismus“ gehen an Jo­hannes Ehrmann für seinen Artikel „Wilder, wei­ter, Wedding“ („Der Tagesspiegel“, Berlin), der lebendig und detailreich einen Berliner Problem­bezirk mit all seinen offensichtlichen Macken und versteckten Stärken porträtiert, sowie an Benja­min Piel für seinen Beitrag „Bettys erstes Mal“ („Elbe-Jeetzel-Zeitung“, Lüchow), in dem der Autor direkt und ohne falsche Scheu über „Sexu­albegleiter“ berichtet, die behinderten Menschen zu sexuellem Erleben verhelfen.

Kai Strittmatter sowie Kerstin Kohlenberg be­kommen den ebenfalls mit je 6.000 Euro dotierten Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Repor­tage/Essay/Analyse“: Strittmatter („Süddeutsche Zeitung“, München) erinnert in seiner Auslands­reportage „Wolfskind“ an die beklemmende Zeit der Kulturrevolution in China, in der Kinder ihre Eltern als nicht parteitreu denunzierten und damit in den Tod schickten. Kohlenberg beschreibt in ihrem Bericht „Aufnahme läuft!“ („Die Zeit“, Hamburg) ebenso anschaulich wie minutiös die Anstrengungen, heutzutage das Kapital für eine teure Filmproduktion aufzubringen und dabei vor Piraten zu schützen, die mit Raubkopien im Inter­net die Refinanzierung gefährden.

Ausgezeichnet und mit 6.000 Euro gewürdigt wird in der Kategorie „Meinung/ Leitartikel/ Kom­mentar/ Glosse“ der Beitrag „Auf der Suche nach Adorno“ von Peter Unfried („taz - die tageszei­tung“, Berlin). Der Autor karikiert auf amüsante Weise ein allzu selbstgewisses Bildungsbürger­tum.

Präsident Schulz hält Laudatio

Der Preis für das Lebenswerk geht an Rudolph Chimelli. Jury und Kuratorium unter Vorsitz von Hermann Neusser (Verleger „General-Anzeiger“, Bonn) würdigten den Auslandskorrespondenten der „Süddeutschen Zeitung“ (München) als lang­jährigen Berichterstatter aus dem arabischen Raum, der kundig wie kaum einer bis zum heuti­gen Tag aus dieser den Europäern wenig ver­trauten Welt berichte. Die Laudatio auf Rudolph Chimelli hält der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz. Gastgeber der Fest­veranstaltung im Theater Aachen sind „Aachener Zeitung“ und „Aachener Nachrichten“.

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen, um den sich diesmal 386 Journalistinnen und Journalisten beworben hatten, erinnert an den langjährigen Chefredakteur des legendären „Ber­liner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868 – 1943). Wolff musste 1933 vor den Nazis ins französi­sche Exil fliehen, wurde dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdi­schen Krankenhaus in Berlin.

Der unabhängigen Jury für den Theodor-Wolff-Preis gehören an: Nikolaus Blome (Mitglied Chefredaktion „Der Spiegel“, Berlin), Wolfgang Büscher (Autor „Die Welt", Berlin), Markus Gün­ther (Autor „Frankfurter Allgemeine Sonntagszei­tung“), Peter Stefan Herbst (Chefredakteur „Saarbrücker Zeitung“), Bernd Hilder (Vorsitz; Chefredakteur „Thüringische Landeszeitung“, Weimar), Christian Lindner (Chefredakteur „Rhein-Zeitung“, Koblenz), Bernd Mathieu (Chef­redakteur „Aachener Zeitung“ und „Aachener Nachrichten“), Annette Ramelsberger (Gerichts­reporterin „Süddeutsche Zeitung“, München) und Cordula von Wysocki (Mitglied Chefredaktion „Kölnische Rundschau“).

zurück