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20. Dezember 2012 | Allgemeines

JIM-Studie 2012: Zeitungen erreichen

BDZV veranstaltet Konferenz für junge Zielgruppen

Als "erstklassiges Zeugnis für das Engagement der Branche um junge Leser" hat der BDZV am 13. Dezember 2012 die vom Medienpädagogischen Forschungsverband Südwest (mpfs) veröffentlichten Daten zur Zeitungsnutzung Jugendlicher bewertet: Laut JIM-Studie 2012 lesen 41 Prozent der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland täglich oder mehrmals wöchentlich in ihrer Freizeit eine gedruckte Zeitung, wobei die Nutzungsintensität mit zunehmendem Alter deutlich ansteigt. So greifen bei den 16- und 17-Jährigen 47 Prozent zur gedruckten Lektüre, bei den Gerade-Volljährigen sind es sogar 58 Prozent.

Großer Beliebtheit erfreuen laut JIM 2012 sich bei den Jugendlichen auch die Online-Angebote der Verlage. Knapp jeder Fünfte (17 Prozent) sei regelmäßiger Besucher der über 600 Zeitungs-Websites. Damit erreichten die Zeitungen gedruckt und online rund die Hälfte der Heranwachsenden, erklärte der BDZV. Hinzu komme eine bisher noch nicht flächendeckend erfasste Zahl an Nutzern der fast 400 Apps von Zeitungen für Smartphones und Tablet-PCs.
Die guten Nutzungswerte führt der BDZV auch auf die erheblichen Anstrengungen der Verlage zurück, die verstärkt Nachrichten für Kinder, redaktionelle Beilagen für die junge Zielgruppe, aber auch zusätzliche pädagogische Aktivitäten wie „Zeitung im Kindergarten“ oder „Zeitung für Azubis“ entwickelt hätten. Allein mit den Leseförderungsprojekten der Zeitungen würden pro Jahr rund eine Million Kinder, Jugendliche und Auszubildende erreicht. Ein wichtiger Faktor sei hier auch die vor gut zwei Jahren vom BDZV und tbm-Marketing gegründete Jungendinitiative Jule, in der mittlerweile 72 Verlage ihre Kinder- und Jugendaktivitäten bündelten und Know-how austauschten.

Auch auf einem weiteren Feld können die Zeitungen punkten: Sie sind gemäß JIM-Studie 2012 für Jugendliche erneut das glaubwürdigste Medium. Knapp jeder Zweite vertraue bei widersprüchlicher Berichterstattung am ehesten der Tageszeitung. Mit deutlichem Abstand folgten Fernsehen und Radio. Die höchsten Glaubwürdigkeitswerte erzielten die Zeitungen bei Jugendlichen mit formal höherer Bildung: Realschüler 33 Prozent, Gymnasiasten 55 Prozent.
Die Expertise belegt darüber hinaus, dem Jungen über alle Altersgruppen hinweg eine größere Affinität sowohl zur gedruckten Zeitung als auch zu deren Online-Angeboten (45 Prozent / 21 Prozent) haben als Mädchen (35 Prozent / 13 Prozent).

Die aktuellen Entwicklungen im Bereich „Kinder – Jugend – Zeitung“ stehen auch im Zentrum der gleichnamigen Konferenz, zu der der BDZV am 26./27. Februar 2013 rund 100 Experten aus Redaktion und Verlagsmanagement in Berlin erwartet.

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