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16. Dezember 2008 | Namen und Nachrichten

Jeder Vierte liest kein Buch

Jeder vierte Erwachsene und Jugendliche in Deutschland liest nie Bücher. Aber rund 36 Pro­zent der deutschsprechenden Bürger mit auslän­dischen Wurzeln lesen ein- oder mehrmals in der Woche. Das geht aus einer am 4. Dezember 2008 veröffentlichten Studie „Lesen in Deutsch­land 2008“ hervor, für die die Stiftung Lesen (Mainz) mehr als 2.500 Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene befragte. Nach Angaben der Stiftung handelt es sich bei der mit Unterstützung des Bundesbildungsministeriums durchgeführten Untersuchung um die umfangreichste Studie zum Leseverhalten seit acht Jahren. Hier einige der zentralen Ergebnisse: Jeder vierte Deutsche liest nicht; zusätzlich stufen acht Prozent der Befrag­ten Bücher als „Ballast“ ein. Die Studie beschreibt insgesamt sechs Lesetypen (Medienabstinente, Leseabstinente, Lesefreunde, Informationsaffine, Vielmediennutzer und Elektronikaffine Medien­nutzer). Die Zahl der Vielleser hat sich wieder erhöht: 38 Prozent der Befragten gaben an, täg­lich zu einem Buch zu greifen (2000: 34 Prozent). Bei den Wenig- und Nichtlesern meldet die Stif­tung Lesen einen Rückgang auf 16 beziehungs­weise 25 Prozent (2000: 18 Prozent und 28 Pro­zent). Grundsätzlich wandelt sich nach Einschät­zung der Stiftung Lesen das Leserverhalten: „Die Studie dokumentiert das generelle Verschwinden des klassischen Gelegenheitslesers mit einem bis vier gelesenen Büchern im Monat“, erläutert dazu Professor Stefan Aufenanger. Der Vergleich zu den früheren Studien aus den Jahren 1992 und 2000 zeige jedoch auch, dass der „harte Kern“ der Vielleser von mehr als 50 Büchern pro Jahr mit rund drei Prozent unverändert bleibe. Ferner beklagt die Stiftung Lesen, dass 45 Prozent der 14- bis 19-Jährigen erklärten, als Kind nie ein Buch geschenkt bekommen zu haben. Immer mehr Raum nimmt das Lesen am Bildschirm ein: 41 Prozent der Befragten lesen Texte heute komplett am Monitor (2000: 25 Prozent), während sich die Zahl derjenigen, die einen Text zum kon­zentrierten Lesen ausdrucken, auf neun Prozent verringerte (2000: 20 Prozent). Besonders Män­nern, jungen Erwachsenen und höher Gebildeten ist es laut Studie egal, ob ein Text gedruckt oder digital vorliegt. Zugleich wird auf Gedrucktes je­doch weiterhin großer Wert gelegt. 59 Prozent der Deutschen würden auf Bücher nicht verzich­ten und nannten als Gründe, dass Bücher als Informationsquelle ein großes Vertrauen genie­ßen, dass sie beim Lesen Orientierung vermitteln und sich darüber hinaus jederzeit und überall nutzen lassen. In gedruckter Form soll die Studie „Leseverhalten in Deutschland 2008“ im Frühjahr 2009 erscheinen, im Internet ist sie unter www.stiftunglesen.de/forschung einzusehen.

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