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16. Dezember 2008 | Allgemeines

Jede zweite Papierfabrik in den roten Zahlen

VDP: Hohe Energie- und Rohstoffpreise sowie internationale Finanzkrise verstärken Probleme der Branche

Mehr als die Hälfte der deutschen Papierfabriken wird 2008 wegen „drastisch gestiege¬ner Energie- und Rohstoffpreise“ nach Angaben des Verbands Deutscher Papierfabriken (VDP) rote Zahlen schreiben. Die bundesweit 140 Unternehmen mit 180 Werken würden im Durchschnitt „nur eine schwarze Null erwirtschaften“, sagte der VDP-Präsident Wolfgang Palm anlässlich der Mitgliederversammlung der Organisation am 2. Dezember 2008 in Stuttgart.

In den vergangenen zwei Jahren seien knapp 1000 Arbeitsplätze gestrichen worden, derzeit arbeiteten in der Branche in Deutschland rund 44.500 Menschen, mit einem weiteren Stellenab­bau sei zu rechnen. Die Papierfabriken litten in diesem Jahr „unter einem extremen Kosten­druck“, staatliche Hilfen für die Branche lehne er jedoch ab, sagte Palm weiter. Im Durchschnitt geben die Unternehmen derzeit 13 Prozent ihres Umsatzes für Energie aus, einige sogar mehr als 20 Prozent, da machten sich die gestiegenen Preise besonders stark bemerkbar, erläuterte der VDP-Präsident. Auch leide die Branche unter stark gestiegenen Transportkosten und Rohstoff­preisen. Wegen Überkapazitäten am Markt hätten die gestiegenen Kosten jedoch kaum an die Kun­den weitergegeben werden können. Die interna­tionale Finanzkrise habe die Probleme der Bran­che noch weiter verschärft, so Palm. „Wir spüren in verschiedenen Bereichen eine nachlassende Nachfrage“, beispielsweise beim Verpackungs­material, das rund 40 Prozent des Branchenum­satzes ausmacht. Insgesamt rechnen die deut­schen Papierfabriken 2008 mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau von rund 15 Milliarden Euro; die Produktion werde 2008 bei rund 23 Millionen Tonnen Papier, Karton und Pappe liegen.

Wolfgang Palm, Geschäftsführender Gesell­schafter der Papierfabrik Palm (Aalen), ist an­lässlich der Mitgliederversammlung in Stuttgart zum neuen VDP-Präsidenten gewählt worden. Er löst Bernd Rettig, Senior Executive Vice President von Stora Enso (Düsseldorf), an der Spitze der Organisation ab.

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