Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

26. Juni 2012 | Allgemeines

Jan Bayer: Zeitungsbranche braucht standardisierte crossmediale Leistungswerte

Experten sprechen sich beim 1. Horizont-Zeitungsgipfel für mehr Verlagskooperationen aus

Eine Lanze für die digitale Zukunft der Verlage hat Jan Bayer, Mitglied im Vorstand der Axel Springer AG und BDZV-Vizepräsident, beim 1. Zeitungsgipfel der Conference Group / Horizont am 26. Juni 2012 in Wiesbaden gebrochen. Paid Content müsse und werde zum Branchenstandard werden, erklärte Bayer in seiner Keynote. Um die Multimedia-Plattformen besser vermarkten zu können, plädierte er für die Einführung standardisierter crossmedialer Leistungswerte. Zudem müssten der werbetreibenden Wirtschaft neue Wirkungsnachweise geliefert werden. „Die alten Parameter reichen nicht mehr“, so Bayer weiter.

Teaser Zeitung12 Website wideDamit langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Verlagsbranche gesichert werden könne, sprach sich Christian Nienhaus, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe in Essen, für mehr Kooperationen der Verlage untereinander aus. „Der größte Gegner ist nicht mehr der Nachbarverleger. Die wirklichen Wettbewerber lauern außerhalb der Zeitungsbranche“, so Nienhaus. Insbesondere setzte sich Nienhaus in Wiesbaden für eine engere Zusammenarbeit der Zeitungen im Werbegeschäft ein, so wie sie derzeit von einigen Häusern bereits vorangetrieben werde. Zum Thema Vermarktung sagte Tobias Trevisan, Sprecher der Geschäftsführung der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: „Wir müssen weg vom Millimeterverkäufer hin zum Lösungsanbieter.“

Neben Verlags- standen auch publizistische Themen auf der Tagesordnung des Zeitungsgipfels, zu dessen Unterstützern unter anderem auch BDZV und die ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft gehörten. So diskutierte die hochkarätig besetzte Chefredakteursrunde über ihre wichtigsten Herausforderungen. „Mach das, was du kannst“, erklärte Torsten Kleditzsch, Chefredakteur der „Freien Presse“ in Chemnitz, und plädierte für eine Fokussierung auf das Lokale. Dagegen stellte der Chefredakteur der „Augsburger Allgemeinen“, Walter Roller, fest: „Nur Lokales, das funktioniert nicht.“ Paul-Josef Raue, Redaktionschef der „Thüringer Allgemeinen“ (Erfurt), bekräftigte die Notwendigkeit, noch viel stärker auf die tatsächlichen Informationsbedürfnisse der Leser einzugehen. Zudem unterstrich er die gesellschaftspolitische Bedeutung der Zeitung: „Eine Demokratie braucht die Zeitung. Jede Demokratie würde sich sehr schwer tun, wenn es keinen professionellen Zeitungsjournalismus mehr gäbe.“ Als konsequenter Verfechter des Lokalen präsentierte sich einmal mehr der Chefredakteur des „Hamburger Abendblatts“, Lars Haider. Er arbeite mit seiner Redaktion daran, dass „künftig zu jeder Straße in Hamburg eine individualisierte Zeitung abgerufen werden kann“. Nach Haiders Angaben verkaufe das zur Axel Springer AG gehörende „Abendblatt“ derzeit bereits täglich 40.000 digitale Angebote – dazu zählten Apps ebenso wie Zugänge zum kostenpflichtigen Lokalteil der Website. Auch bei der „Augsburger Allgemeinen“, so Roller, müsse ab Herbst für Inhalte bezahlt werden. Hingegen habe die "Rheinische Post" noch nicht über die Einführung einer Bezahlschranke entschieden, erläuterte Chefredakteur Sven Gösmann.

Ort: Wiesbaden

zurück