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02. November 2004 | Allgemeines

IVW: Auflagenrückgänge bei knapp drei Prozent

Abonnements relativ stabil / Rückgänge im Einzelverkauf

Im dritten Quartal 2004 verkauften die deutschen Zeitungsverlage 27,9 Millionen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen pro Erscheinungstag. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal bedeutet dies einen Rückgang um –2,91 Prozent. Die Zeitungen in den alten Bundesländern hatten dabei mit –2,78 Prozent weniger Verluste zu verzeichnen als die in den neuen Ländern: hier belief sich das Minus auf –3,89 Prozent.

Bei den Tageszeitungen kam es im Vergleich mit dem dritten Quartal 2003 insgesamt zu Verlusten von –2,65 Prozent (-595.290 Exemplare) auf 21,84 Millionen Exemplare. Die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen mussten ein Minus von 2,23 Prozent (West –1,79 Prozent / Ost –4,02 Prozent) verkraften. Die Auflage der Kaufzeitungen ging um –4,05 Prozent (-210.279 Exemplare) zurück. Die Gattung „überregionale Zeitungen“ verlor gegenüber dem dritten Quartal 2003 mit –2,30 Prozent (-37.582 Exemplare) erstmals deutlicher. Die Sonntagszeitungen beendeten das dritten Quartal 2004 ebenfalls mit Verlusten (-3,74 Prozent / -163.497 Exemplare). Die Wochenzeitungen verloren –3,99 Prozent, allerdings traten hier die Verluste mit -4,34 Prozent (84.515 Exemplare) allein im Westen auf, im Osten gab es einen Zuwachs um +12,16 Prozent oder +5.110 Exemplare. Das Minus wird vor allem durch das Ausscheiden des „Europa-Express“ (mit rund 60.000 Exemplaren) verursacht; im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal hat die IVW nunmehr 27 statt 28 Titel registriert.

 

Nach Vertriebswegen differenziert lässt sich feststellen, dass die Zeitungen bei den Abonnements leicht (-2,26 Prozent) und deutlicher beim Einzelverkauf (-5,36 Prozent) verloren haben; Zuwächse gab es beim sonstigen Verkauf (+9,54 Prozent / 55.694 Exemplare) und bei den ebenfalls ausgewiesenen Bordexemplaren (+7,38 Prozent / 26.531 Exemplare).

 

In der Kategorie Tageszeitungen gab es Abonnementverluste bei den lokalen und regionalen Zeitungen (-2,26 Prozent) und den überregionalen Zeitungen (-2,52 Prozent). Abonnementzuwächse konnten dagegen die Kaufzeitungen mit 2,06 Prozent verzeichnen. Die Sonntagszeitungen verloren leicht (-1,36 Prozent), die Wochenzeitungen deutlicher (-3,15 Prozent). Beim Einzelverkauf fällt auf, dass dieser im Westen (-5,35 Prozent) ebenso stark verloren hat wie im Osten (-5,45 Prozent). Bei den überregionalen Zeitungen geht das Minus von 9,93 Prozent erneut ausschließlich auf geringe Verkäufe im Westen zurück (-10,11 Prozent), im Osten liegen die überregionalen Zeitungen dagegen um 7,79 Prozent zu – allerdings auf einer sehr geringen Basis (+249 Exemplare). Bei den aufgrund ihrer hochwertigen Leserschaft eigens ausgewiesenen Bordexemplaren fällt auf, dass den Zuwächsen im Westen (+8,23 Prozent) erhebliche Rückgänge im Osten (-21,39 Prozent) gegenüber stehen. Sie sind vor allen Dingen durch ein Minus bei den Wochenzeitungen bedingt: Im Westen wurden 600 Exemplare weniger auf Reisen geschickt (-1,23 Prozent), im Osten gut 3.000 Exemplare (-100 Prozent!).

 

Eine ausführliche Darstellung der Auflagenzahlen ist allen Mitgliedsverlagen der ZMG zugegangen. Darüber hinaus kann die Auswertung von der Homepage des BDZV (www.bdzv.de) unter Markttrends und Daten heruntergeladen werden. Kontakt: ZMG, Urszula Wrzeciono, Telefon 069/973822-48, E-Mail wrzeciono@zmg.de.

 

Download der IVW-Auflagen 3. Quartal 2004

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