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27. Januar 2005 | Allgemeines

IVW: 27,8 Millionen Zeitungen pro Erscheinungstag

Rückgänge um zwei Prozent / Wochenzeitungen legen im Osten zu / Kaufzeitungen mit mehr Abonnements

Im vierten Quartal 2004 verkauften die deutschen Zeitungsverlage 27,8 Millionen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen pro Erscheinungstag. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal bedeutet dies einen Rückgang um –2,01 Prozent. Die Zeitungen in den alten Bundesländern hatten dabei mit –1,79 Prozent weniger Verluste zu verzeichnen als die in den neuen Ländern: Hier belief sich das Minus auf –3,53 Prozent.

Bei den Tageszeitungen kam es im Vergleich mit dem vierten Quartal 2003 insgesamt zu Verlusten von zwei Prozent (-446.899 Exemplare) auf 21,86 Millionen Exemplare. Die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen mussten ein Minus von 2,06 Prozent (West –1,73 Prozent/Ost –3,56 Prozent) verkraften. Die Auflage der Kaufzeitungen ging um –2,21 Prozent (-109.051 Exemplare) zurück. Die Gattung „überregionale Zeitungen“ verlor gegenüber dem vierten Quartal 2004 mit –0,86 Prozent (-14.216 Exemplare) unterdurchschnittlich. Die Sonntagszeitungen beendeten das vierte Quartal 2004 ebenfalls mit Verlusten (-1,68 Prozent/-69.848 Exemplare. Die Gattung Wochenzeitungen verlor –2,71 Prozent, allerdings traten hier die Verluste mit -2,94 Prozent allein im Westen auf, im Osten gab es einen Zuwachs um 7,58 Prozent (3.324 Exemplare). Das Minus wird vor allem durch das Ausscheiden des „Europa-Express“ mit rund 63.000 Exemplaren verursacht; im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal hat die IVW nunmehr 27 statt 28 Titel registriert.

 

Nach Vertriebswegen differenziert lässt sich feststellen, dass die Zeitungen bei den Abonnements durchschnittlich (-2,19 Prozent) und deutlicher beim Einzelverkauf (-3,85 Prozent) verloren haben; Zuwächse gab es beim sonstigen Verkauf (+23,11 Prozent/158.260 Exemplare) und bei den eigens ausgewiesenen Bordexemplaren (+4,7 Prozent/16.514 Exemplare).

 

In der Kategorie Tageszeitungen gab es Abonnementverluste bei den lokalen und regionalen Zeitungen (-2,25 Prozent) und den überregionalen Zeitungen (-2,55 Prozent). Abonnementzuwächse konnten dagegen erneut die Kaufzeitungen mit 4,74 Prozent verzeichnen. Die Sonntagszeitungen verloren leicht an Abonnements (-1 Prozent), die Wochenzeitungen wegen des Wegfalls eines Titels deutlicher (-2,94 Prozent). Beim Einzelverkauf fällt auf, dass die Tageszeitungen im Westen (-3,40 Prozent) stärker verloren haben als im Osten (-1,61 Prozent). Bei den überregionalen Zeitungen geht das Minus von 5,99 Prozent auf deutlich geringere Verkäufe im Westen (-5,84 Prozent/-16.238 Exemplare) zurück. Im Osten lag das Minus bei den überregionalen Zeitungen zwar sogar bei 22,16 Prozent, aufgrund der geringen Ausgangsbasis wurden hier jedoch im vierten Quartal real nur 546 Exemplare weniger verkauft. Bei den aufgrund ihrer hochwertigen Leserschaft eigens ausgewiesenen Bordexemplaren fällt auf, dass nach deutlichen Rückgängen im dritten Quartal 2004 die neuen Bundesländer mit den alten fast gleich ziehen (West: +4,72 Prozent/Ost: +3,72 Prozent). Vor allen Dingen die Kaufzeitungen und die Sonntagszeitungen legen bei den Bordexemplaren um 15,2 Prozent beziehungsweise 17,54 Prozent zu. Dagegen werden 5.000 Wochenzeitungen weniger auf Reisen geschickt als im gleichen Quartal des Vorjahres (-10,93 Prozent).

 

Eine ausführliche Darstellung der Auflagenzahlen ist allen Mitgliedsverlagen der ZMG zugegangen. Darüber hinaus kann die Auswertung von der Homepage des BDZV (www.bdzv.de) unter Markttrends heruntergeladen werden. Kontakt: ZMG, Urszula Wrzeciono, Telefon 069/97 38 22-48, E-Mail wrzeciono@zmg.de.

 

Download der IVW-Auflagen 4. Quartal 2004

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