Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

27. März 2001 | Digitales

Ist die Kooperation ZDF/T-Online verbotenes Sponsoring?

Verleger befürchten Umgehung rundfunkrechtlicher Regelungen

Auf scharfe Kritik der Zeitungsverleger ist die jüngst geschlossene Kooperation zwischen dem ZDF und T-Online gestoßen. Es stelle sich die Frage, ob es sich hierbei nicht um ein rechtswidriges Sponsoring durch den größten deutschen Internet-Provider handele, erklärte der Vizepräsident des BDZV und Verleger des "Schwarzwälder Boten", Dr. Richard Rebmann, am 27. März 2001 bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf.

Zudem sei es äußerst fragwürdig, wenn ein öffentlich-rechtlicher Sender einem Großunternehmen wie T-Online am Markt eine privilegierte Position verschaffe. Der geplante Name des Angebots lasse darauf schließen, dass hier eine Marke eines privaten Anbieters - T-Online - von dem Renommee einer öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendung profitieren solle.

Aufgrund des 4. Rundfunkänderungsstaatsvertrags dürfen die Online-Angebote des ZDF weder Werbung noch Sponsoring enthalten. Als Folge dieser Regelung muss das ZDF seine Kooperation mit den Anbietern NBC und Microsoft zum August 2001 auslaufen lassen.

Vor diesem Hintergrund überraschte die Ankündigung des ZDF, für die Verbreitung seiner Online-Nachrichten einen mehrjährigen Lizenzvertrag mit T-Online einzugehen. Als Hauptinteresse des gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Senders bezeichnete ZDF-Intendant Dieter Stolte in diesem Zusammenhang, die "Grundversorgung der Zuschauer im Internet künftig durch T-Online zu sichern". Zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist ein neuer Internet-Auftritt mit der Nachrichtenseite www.heute.t-online.de.

Dagegen wiesen die Zeitungsverleger darauf hin, dass öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten grundsätzlich keinen Auftrag zu einer Grundversorgung im Internet hätten. Der Grundversorgungsauftrag beziehe sich auf das klassische Fernsehangebot. Im Übrigen dürften Internet-Aktivitäten nur sendebegleitend erfolgen.

zurück