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02. November 2009 | Digitales

iPhone-Apps

In kürzester Zeit hat sich das Apple iPhone zur führenden Smartphone-Plattform entwickelt. In Funktionalität, Optik und Bedienerfreundlichkeit setzt Apple neue Maßstäbe. Weil iPhone-Besitzer das Gerät fünfmal so häufig für mobile Internet-Anwendungen wie durchschnittliche Mobilfunker nutzen, beginnen Verlage damit, spezielle iPhone-Anwendungen zu entwickeln. Dabei müssen Verlage eine Reihe von Fragen beantworten. In der nachfolgenden Checkliste sind Antworten auf die wichtigsten Fragen gelistet.

iphone apps querWas sind iPhone-Apps?

iPhone-Apps sind kleine Programme, die Nutzer über den Onlineshop AppStore auf ihr Handy laden können. Im AppStore gibt es Spiele, soziale Netzwerke und auch Nachrichtenprogramme. Zur Auswahl stehen inzwischen mehr als 75.000 Programme, die zum Teil kostenpflichtig sind (Stand Oktober 2009). Apple bietet Softwareentwicklern eine Plattform an, auf der sie selber diese kleinen Programme für das Gerät entwickeln können.

Ist es erforderlich, Apps für unterschiedliche Plattformen zu entwickeln?

Es ist zu beachten, dass iPhone-Applikationen speziell nur auf dem iPhone von Apple funktionieren und dafür entwickelt werden. Alle Smartphones sind verschieden und haben andere Frameworks und andere Betriebssysteme. Darum lässt sich keine einheitliche Anwendung erstellen, die sich gleichermaßen eignet für das iPhone, das G1 oder die klassischen Nokia-, Palm- oder Blackberry-Geräte, die Online-Stores nach dem Vorbild von Apples iTunes eröffnet haben. Welche Plattform die richtige ist, hängt von vielen Faktoren ab. Experten gehen davon aus, dass es mittelfristig keinen eindeutigen Marktführer geben wird. Daher ist es wichtig, so viele Plattformen wie möglich zu unterstützen. Die Anpassungen erfordern jedoch einen beträchtlichen Software-Entwicklungsaufwand. Darum konzentrieren sich Zeitungen zunächst auf eine Plattform. Dabei sollte die demografische Gruppe berücksichtigt werden, an die sich die Applikation richten soll.

Welche Einnahmen können durch Apps erzielt werden?

Verlage können für Ihre Anwendungen einmalige Download-Gebühren verlangen und auch Werbung in den Apps platzieren. Mit dem jüngsten Update der iTunes-Software kann man nun auch Abos verkaufen und innerhalb der Applikationen zusätzlich Geld verlangen. Dies ist bei den Konkurrenten – etwa dem „Android Market“ für Handy mit dem Google-Betriebssystem oder Nokias „Ovi Store“ – derzeit noch nicht möglich. Sämtliche Einkäufe wickelt der US-Konzern bequem über das eingerichtete Nutzerkonto ab, auf dem die Kreditkarteninformationen des Nutzers hinterlegt werden. Apple verdient bei jeder Transaktion mit: 30 Prozent Provision pro Transaktion gehen an den Konzern.

Soll die Applikation kostenlos oder kostenpflichtig angeboten werden?

Jeder Verlag muss genau überlegen, welchen Mehrwert er überhaupt bieten kann. Das kann bei kleinen Gadgets anfangen und bei einer werbefreien Seite enden. Das Angebot muss strategisch auf die Zielgruppe und die individuellen Stärken des Verlags zugeschnitten sein. Hierzu müssen Verlage sich über die Grundausrichtung der Premium-Funktionalitäten klar werden: Wo liegen die eigenen Stärken und wie können diese auf Funktionalitäten übertragen werden? Nutzer sind nur bereit, Zusatzentgelte für Zusatznutzen zu bezahlen. Paid Content setzt voraus, dass die Inhalte kreativer, individueller und exklusiver aufbereitet werden. Je exklusiver, desto wertvoller. Dass die Formel stimmt, zeigen Sport-Nachrichten. Zahlreiche Fußball-Fans investieren in Apps, die ihnen Live-Ticker oder Aktuelles rund um ihre Stars liefern – teils sogar für einmalig fünf bis sechs Euro. Die entscheidende Frage lautet: Wie viele Nutzer geben für etwas Geld aus, das sie woanders umsonst bekommen? Gerade bei aktuellen Nachrichten ist die Konkurrenz groß. Renommierte US-Medien wie die „New York Times“ bieten Gratis-Programme fürs iPhone an, und auf zahlreichen Web-Portalen gibt es aktuelle News und Analysen ohnehin kostenlos. Ungeachtet dessen hat der Springer-Konzern angekündigt, kostenpflichtige iPhone-Apps für Bild.de und Welt Online zu starten. Auch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und die „Süddeutsche Zeitung“ haben angekündigt, für iPhone Apps Gebühren zu nehmen.

Wie werden iPhoneApps entwickelt und programmiert?

Das iPhone App wird in der Programmiersprache Objective C erstellt. Die Sprache ist objektorientiert und eine Ableitung von C bzw. C++. Apple bietet eine kostenlose Entwicklungsumgebung für die Programmierung von iPhone-Programmen an. Sie kann auf der Developer Seite heruntergeladen werden mit allem was man benötigt: Xcode, iPhone Simulator (für Tests), Performance Analysers, Interface Builder und natürlich viele Tutorials und Dokumentationen, die allesamt in englischer Sprache zur Verfügung stehen. Nicht alle Zeitungen verfügen über Fachleute, die sich mit den erforderlichen Programmiersprachen auskennen. Darum greifen viele Zeitungen auf externe Dienstleister zurück, die sich auf diesem Gebiet auskennen.

Wie gelangt die eigene Anwendung in den AppStore?

Zunächst muss sich der Entwickler ins iPhone Developer Programm einschreiben. Nur so kann später das App an Apple eingeschickt werden, damit es in den App Store aufgenommen wird. Nach der Anmeldung bekommt der Entwickler ein Zertifikat mit dem die eigene Applikation auf ein echtes iPhone geschoben werden kann. Wenn die eigene Anwendung fertig programmiert ist, wird sie von Apple überprüft. Das Programm muss komprimiert werden mit einer Beschreibung, Screenshots, einem kleinen und großem Icon hochgeladen werden. Für die Freigabe benötigt Apple im Schnitt eine Woche. Sollte das Programm noch Fehler aufweisen, erhält der Entwickler eine Mitteilung und er kann das korrigierte Programm erneut einsenden.

Wie wird das iPhone-App aktualisiert?

Wenn die Applikation erst einmal entwickelt ist, sind der Software-Betrieb und die Wartung relativ einfach. Die über die Applikationen bereitgestellten Inhalte lassen sich dank des Content-Mangement-Systems der Zeitung konstant und automatisch aktualisieren.

Wie promote ich mein iPhone-App?

Bei über 75.000 Apps im Store ist es schwierig, mit einer neuen Applikation überhaupt noch aus der Masse herauszuragen. Erfolgreich ist man nur, wenn man es mit dem neuen Programm in die Top100 schafft - dann wird man von vielen potenziellen Neukunden wahrgenommen und die Verkaufszahlen steigen stetig. Neben den verlagseigenen crossmedialen Werbemöglichkeiten, sollte man insbesondere die externen Marketingoptionen nutzen. Die Wirkungen von Twitter und Bloggern darf man vor allem im iPhone-Bereich nicht unterschätzen. Wer sein App bekannt machen will, kann zum Beispiel diverse App-Review-Blogs anschreiben und auf einen Bericht hoffen. Demoversionen, oft als Lite-Versionen bezeichnet, erfreuen sich großer Beliebtheit. Jeder freut sich über kostenlose Apps. Ein Ansatz wäre, eine Lite-Version und die Vollversion gleichzeitig auf den Markt zu bringen. Man könnte aber auch zuerst nur die Vollversion anbieten und wenn die Download-Abrufe heruntergehen, die Demoversion nachschieben. Das kurbelt dann auch wieder den Abruf der Vollversionen an. Wenn die Download-Zahlen für ein kostenpflichtiges App absinken, sollte man über ein Sonderangebot nachdenken. Man könnte den Preis reduzieren oder das Programm für eine Woche für umsonst anbieten. Durch Programme wie PandoraBox werden solche Sonderangebote reichweitenstark bekannt gegeben. Wenn man seine App zur Freigabe übermittelt, kann auch ein “Release Date” angegeben werden. Das sollte man nicht unterschätzen, da die App in der “Just Released” Liste auftaucht. An Wochenenden wird viel geladen und auch an Montagen. Ist die App noch nicht freigegeben, wenn der Tag der Veröffentlichung erreicht ist, rutscht die App in der Liste nach unten. Selbst wenn das Programm dann frisch im App Store ist, würde es in der Mitte der Liste auftauchen. Der Termin kann angepasst werden, sobald die App freigegeben wurde. Die richtigen Keywords sind bei Apps sehr wichtig. Man sollte also recherchieren, welche Keywords passend sind und oft verwendet werden.

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