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28. April 2004 | Allgemeines

Investitionsbereitschaft bleibt verhalten

Druckindustrie mit sinkenden Umsätzen im Inland/Auslandsgeschäft dagegen deutlich im Plus

Druckindustrie mit sinkenden Umsätzen im Inland/Auslandsgeschäft dagegen deutlich im Plus „Auch kurz vor der drupa 2004 können wir noch nicht von einem wirklich positiven Investitionsklima in der deutschen Druckindustrie berichten“, erklärte der Präsident des Bundesverbands Druck und Medien (bvdm), Rolf Schwarz, anlässlich der Wirtschaftspressekonferenz des Verbands am 19. April 2004 in Düsseldorf.

Die anhaltend schwache Binnenkonjunktur, das nachlassende Geschäft der Verlage und die rückläufigen Werbeausgaben der Wirtschaft hätten die Umsätze der Druckunternehmen auch 2003 wieder unter das Vorjahresniveau sinken lassen. Zwar sei der Rückgang mit einem Minus von 2,5 Prozent nur noch halb so hoch wie im Jahr 2002 ausgefallen; gleichwohl gelte die Ertragslage der Unternehmen nach wie vor als unzureichend. Der Umsatzrückgang sei allein auf sinkende Umsätze im Inland zurückzuführen (-5,4 Prozent). Das Auslandsgeschäft der Druckindustrie war dagegen mit einem Plus von 22 Prozent „deutlich aufwärts gerichtet“. Trotz steigender Kapazitätsauslastung in der zweiten Jahreshälfte blieb der Auslastungsgrad im Jahresdurchschnitt 2003 mit 81,1 Prozent laut bvdm auf dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren.

 

Angesichts der anhaltenden Umsatzrückgänge habe sich auch der Personalabbau beschleunigt: 2003 kam es zu einem Rückgang von 6,1 Prozent (2002: -5,4 Prozent). Die Zahl der Insolvenzen habe 2003 um 20 Prozent zugenommen und lag mit 366 Firmenzusammenbrüchen „auf Rekordniveau“. Eine massive Wirkung habe der Rückgang der Erträge auf die Investitionstätigkeit der Branche gehabt, erklärte Schwarz weiter. Im Jahr 2002 sanken die Bruttozugänge an Sachanlagen um fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gemäß einer Umfrage des IFO-Instituts seien auch 2003 die Investitionen in der Druckindustrie um weitere 15 bis 20 Prozent gesunken. Noch „sehr zurückhaltend“ seien die Investitionspläne der Unternehmen für das laufende Jahr. Doch seien die Aussagen im Rahmen des IFO-Investitionstests sehr unterschiedlich ausgefallen. Von den Teilnehmern wollen 44 Prozent im Jahr 2004 mehr als im Vorjahr investieren, sieben Prozent planen gleich hohe und 49 Prozent niedrigere Anlagenzugänge, so dass die Branche noch nicht mit einer spürbaren Wende der Investitionsneigung rechnen könne. Gleichwohl erklärte Schwarz, der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2004 „mit vorsichtigem Optimismus“ entgegenzublicken. „Wir erwarten, dass die Druckindustrie 2004 erstmals seit 2000 wieder mit einem leichten Wachstum von ein bis zwei Prozent rechnen kann.“ Der bvdm hofft hier auf die Überwindung der Werbeflaute und die prognostizierte moderate gesamtwirtschaftliche Belebung, die sich „positiv auf die Bestelltätigkeit wichtiger Abnehmerbereiche der Verlage, der Industrie, des Handels und anderer Dienstleistungssektoren auswirken wird“.

 

Internet: www.bvdm-online.de

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