Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

25. Februar 2003 | Namen und Nachrichten

Internetsurfer sehen weniger fern

Die These, das Internet verdränge die klassischen Medien nicht, gerät ins Wanken: Internet-Nutzer verzichten für ihre Zeit vor dem Computerbildschirm vor allem auf Fernsehzeit, haben Wissenschaftler an der Universität von Kalifornien (UCLA) herausgefunden. Während Internet-Ab-stinenzler rund 16 Stunden in der Woche Fernsehen schauen, sitzen erfahrene Internet-Nutzer nur noch zehn Stunden vor dem Fernseher. „So wie das Radio das Opfer des Fernsehens in den 50er Jahren war, wird das Fernsehen nun vom Internet verdrängt“, zitiert die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ UCLA-Direktor Jeff Cole. 38 Prozent der Internet-Nutzer in den USA gaben in der Umfrage an, weniger Fernsehen zu schauen. Die von den Amerikanern mit dem Internet verbrachte Zeit ist seit dem vergangenen Jahr um eine Stunde auf durchschnittlich elf Stunden in der Woche gestiegen, dagegen hat der Fernsehkonsum der Onliner um eine Stunde abgenommen. Erfahrene Internet-Nutzer lesen laut der Studie auch etwas weniger Zeitschriften, Zeitungen und Bücher als die Nicht-Nutzer. In Deutschland sind diese Verdrängungstendenzen, wie zuletzt die Allensbach-Studie „Zeitung und Internet“ gezeigt hat, bisher nur in sehr geringem Ausmaß vorhanden. ^

 

Stark verliert das Fernsehen an seiner Bedeutung als Informationsquelle: Während es für Internet-Nutzer mit wenig Erfahrung hinter der Zeitung (63,1 Prozent), TV (62,1 Prozent) die wichtigste Informationsquelle ist, bezeichnen erfahrene Internet-Nutzer mit sechs oder mehr Jahren Internet-Kenntnis das Netz als wichtigste Quelle (72,5 Prozent), es folgen Buch (67 Prozent) und Zeitung (56,7 Prozent); TV liegt bei 41,9 Prozent. Gleichzeitig nimmt laut der UCLA-Studie allerdings die Glaubwürdigkeit des Internets ab, von 58 Prozent im Jahr 2000 auf 53 Prozent im vergangenen Jahr.

zurück