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19. Januar 2001 | Allgemeines

Internet-Plattformen der Zeitungen interessant für die Kirchen?

Verleger und Kirchenvertreter erörtern neue Formen der Kommunikation und Kooperation

Die Lage der konfessionellen Presse und Fragen zur engeren Zusammenarbeit zwischen Zeitungen und Kirche standen im Zentrum des Gesprächs zwischen BDZV, Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) einerseits und Vertretern der Deutschen Bischofskonferenz sowie der Evangelischen Kirche Deutschlands auf der anderen Seite.

BDZV-Präsident Helmut Heinen, Vize-Präsident Dr. Richard Rebmann und VDZ-Vize-Präsident Dr. Rudolf Thiemann würdigten gegenüber den Delegationsleitern, Bischof Hermann Josef Spital und dem Präsidenten des Landeskirchenamtes der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover, Dr. Eckhart von Vietinghoff, dass die konfessionelle Publizistik gerade in jüngerer Zeit an Qualität und Professionalität gewonnen habe. Zugleich ermunterten sie die Kirchen, die Pressearbeit noch weiter auszubauen. Den Journalisten sei es wichtig, professionelle Ansprechpartner auf Seiten der Kirchen zu wissen. Grundsätzlich gebe es in den Zeitungsredaktionen große Bereitschaft, Kirchenthemen und vor allem die Stimmen der Kirchen zu den wichtigen gesellschaftspolitischen Debatten einzubeziehen.

Intensiv setzten sich die Gesprächsteilnehmer mit der Frage auseinander, wie die Kirchen direkt vor Ort auf lokaler Ebene noch stärker in die publizistische Arbeit der Zeitungen eingebunden werden können. Es herrschte Konsens, dass dabei gerade auch die lokalen und regionalen Internetportale der Zeitungen eine wichtige Plattform für die Kirchen bilden könnten. Herr Dr. Rebmann berichtete von einer besonderen Art der Zusammenarbeit, bei der den Kirchen einmal wöchentlich - gegen ein vergleichsweise geringes Entgelt - eine Sonderseite zur Berichterstattung angeboten wird. Auf diese Weise erhalte ein Großteil der Bevölkerung via Zeitung das gesamte Informationspaket der örtlichen Kirche. Die Vertreter der Kirchen zeigten sich beeindruckt von diesem Beispiel, das - so die einhellige Auffassung - durchaus Schule machen könnte. Umfassend informierten Heinen und Dr. Rebmann über die wirtschaftliche Lage der Presse und über aktuelle medienpolitische Fragen und Herausforderungen. Großes Verständnis zeigten die Kirchenvertreter für die Haltung der Verleger in der Auseinandersetzung über ein neues Urhebervertragsrecht. Ein weiterer Gesprächspunkt bildete das Thema "Gratiszeitungen", wobei BDZV-Präsident Heinen deutlich machte, wie durch das Verschenken von publizistischer Leistung das bestehende Pressesystem gefährdet werden könnte.

Bei der kritischen Betrachtung der gegenwärtigen Medienkultur bescheinigten die Kirchenvertreter gerade den Zeitungen ein nach wie vor hohes Maß an Seriosität, die einhergehe mit Glaubwürdigkeit und Vertrauen.

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