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14. Juli 2008 | Allgemeines

Internet: Junge Intensivnutzer sind „stark printorientiert“

AWA 2008: Mediennutzung gestern – heute – morgen

Die Internetnutzung ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. Das gilt sowohl für die Gruppe der „internetaffinen“ 14- bis 29-jährigen Bevölkerung, bei der die Internetnutzung 2008 von 83 auf 86 Prozent Reichweite gewachsen ist, als auch für die Bevölkerung ab 14 Jahren insgesamt, bei der der Zuwachs ebenfalls drei Prozentpunkte von 57 auf 60 Prozent betrug. Dabei stieg, wie das Institut für Demoskopie Allensbach anlässlich der Präsentation seiner 50. Werbeträgeranalyse (AWA) am 8. Juli 2008 dokumentierte, auch die Nutzungsfrequenz bei denjenigen, die „mehrmals täglich“ ins Internet gehen (2008: 32 Prozent / 2007: 28 Prozent); stabil blieben dagegen die Reichweiten bei den gelegentlichen Nutzern mit 18 Prozent Reichweite (mehrmals in der Woche) beziehungsweise zehn Prozent Reichweite (höchstens einmal in der Woche).

Die steigenden Nutzerzahlen der Onlineplattformen von Zeitungen und Zeitschriften wie spiegel online, bild.de oder Zeit online zeigten, so die AWA, die wachsende Bedeutung der Onlineplattformen für Printmarken. Allerdings spiele das Internet in der tagesaktuellen Information „nach wie vor eine untergeordnete Rolle“. So gaben nur elf Prozent der Befragten an, sich „gestern über das aktuelle Geschehen“ im Internet informiert zu haben; 69 Prozent taten dies im Fernsehen (2007: 71 Prozent); 50 Prozent in der Zeitung (2007: 53 Prozent). Ein weiterer Befund der AWA: Intensive Internetnutzer in der jungen Zielgruppe der 20- bis 29-Jährigen haben einen hohen Informationsanspruch und eine „starke Printorientierung“. So gaben 53 Prozent der jungen Intensivnutzer an, „großen Wert auf gründliche Informationen“ zu legen; 43 Prozent sagten, dass sie Dinge besser verstehen, „die ich gelesen habe“. Und 41 Prozent lesen „Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften, sobald ich etwas Zeit habe“. In der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen, die das Internet wenig oder gar nicht nutzen, lagen diese Werte hingegen bei 36 Prozent, 33 Prozent und 31 Prozent.

Was die Entwicklung der Reichweiten der Zeitungen betrifft, so stellt die AWA (nicht zu verwechseln mit der Reichweitendaten der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse, denen eine andere Erhebungsmethode zugrunde liegt) in den Jahren 2005 bis 2008 bei allen Zeitungsgattungen einen leichten Rückgang fest: Danach haben die Tageszeitungen insgesamt eine Reichweite von 64,2 Prozent (2005: 69 Prozent); die regionalen Abonnementtageszeitungen erreichen 52,9 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren (57,3 Prozent); Kaufzeitungen 17,6 Prozent (19,7 Prozent) und überregionale Zeitungen 4,6 Prozent (4,9 Prozent). Dabei ist laut AWA bei den überregionalen Zeitungen eine „Ausdünnung der Lesefrequenz“ festzustellen. Gaben 2003 deren Leser noch zu 81 Prozent an, regelmäßig alle Ausgaben zu lesen, waren es 2008 74 Prozent. Ziemlich regelmäßig, „wenn auch nicht alle Ausgaben“, lasen 2008 34 Prozent; 2003 waren es 53 Prozent. Mit sieben Prozent gleich geblieben war hingegen die Zahl der Leser überregionaler Zeitungen, die angaben, „ziemlich oft / ab und zu / ganz selten“ zu dieser Lektüre zu greifen. Die AWA-Präsentation 2008 zur Mediennutzung kann als pdf-Datei im Internet heruntergeladen werden.

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